Augmented Reality bringt die Umkleide direkt aufs Smartphone. Bild: MEV-Verlag, Germany

Wenn Hosen und T-Shirts wieder an den Onlinehändler zurückgeschickt werden, ist das für Kunden und Unternehmen ärgerlich. Den einen kostet es Zeit, den anderen Geld. Doch es gibt eine Augmented-Reality-Lösung, die zugleich die Kundenbindung stärkt: Den Virtual Dressing Room.

Wie die aktuelle Yougov-Studie "Spieglein, Spieglein auf dem Smartphone“ zeigt, würden sich Onlinekunden auf die Technologie einlassen. Zwar ist die technische Umsetzung derzeit noch schwierig, Handelsunternehmen sollten sich dennoch schon mal mit der Thematik befassen.

Für jeden fünften Befragten (22 Prozent) ist die Nutzung eines Virtual Dressing Rooms demnach grundsätzlich vorstellbar. Vor allem unter 35-Jährige (37 Prozent) und jene, die lieber im Internet statt im Laden einkaufen, scheinen von der Technologie angetan, vor allem wenn es um Mode geht. Die Mehrheit (52 Prozent) dieser potenziellen Augmented-Reality-Nutzer (AR-Nutzer) zeigt Interesse daran, Kleidung und Accessoires via Smartphone virtuell anzuprobieren.

Augmented Reality als weiterer Pluspunkt für den Onlinehandel

Pokémon Go hat nicht zuletzt dazu beigetragen, AR bekannt zu machen. Dabei ist Verbrauchern bewusst, dass mehr dahintersteckt, als Spielerei. 62 Prozent würden damit gerne ihren Alltag erleichtern, und die virtuelle Umkleide scheint dabei ein sinnvolles Szenario. So würden 59 Prozent der Onlineshopper eine virtuelle Umkleide nutzen, 40 Prozent würden dann auch seltener in stationären Geschäften einkaufen. Für den Onlinehandel wäre AR damit ein wirksames Instrument zur Kundenbindung. Auch, um sich von Wettbewerbern abzuheben.

Wer virtuell testen kann, ob Kleidung oder Accessoires passen, spart vor allem eines: Zeit. Das ist für mehr als die Hälfte (51 Prozent) ein wichtiger Pluspunkt der virtuellen Umkleide. Ein neues, einmaliges Shoppingerlebnis ist es obendrein. Wenn Kunden schnell und bequem Kleidung virtuell anprobieren können, ist die Notwendigkeit geringer, bei der Konkurrenz nach Alternativen zu suchen, sagt auch Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei Yougov, Wie die Studie ergeben hat, sind gerade Onlineshopper besonders oft der Ansicht (87 Prozent), ein Anbieterwechsel könne sich lohnen.

Wie Marken mit Künstlicher Intelligenz die Kundenbindung steigern können

Laut Studie ist der Einsatz virtueller Umkleidekabinen für bestimmte Marken besonders interessant: Einen außerordentlich positiven Eindruck von der neuen Technologie haben demnach beispielsweise Kunden von Adidas, C&A, Deichmann, H&M, Jack Wolfskin, Nike und Puma (in alphabetischer Reihenfolge).

Modekäufer mit geringer Markenbindung

Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende Yougov-Datenbank zugegriffen und die Ergebnisse mit der Analyse einer Befragung von 2.000 Personen kombiniert.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, E-Commerce, Kundenbindung

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