04.04.2013 | Werbung

Kindersaft darf nicht mit der Aussage "lernstark" beworben werden

Wird für Kinderprodukte geworben, sehen Verbraucherschützer und Richter ganz genau hin.
Bild: Haufe Online Redaktion

Rotbäckchen darf seinen gleichnamigen Kindersaft nicht länger mit der Aussage "lernstark" bewerben. Zu diesem Urteil kam das Landgericht Koblenz nach einer Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen.

Auch die Werbeaussage "mit Eisen zur Unterstützung der Konzentrationsfähigkeit" ist laut Urteilsspruch nicht erlaubt. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen sieht ebenso wie das Gericht in diesen beiden Aussagen einen Verstoß gegen die europäische Health-Claims-Verordnung. Diese stellt besonders strenge Anforderungen an gesundheitsbezogene Werbung für Kinderprodukte. So benötigen Unternehmen eine spezielle Zulassung für Aussagen über Gesundheit oder Entwicklung eines Kindes. Rotbäckchen fehlte jedoch die erforderliche Zulassung für diese Werbeaussagen.

Den Einwand des Unternehmens, der Saft werde auch von älteren Menschen getrunken, ließ das Gericht nicht gelten. Die Gestaltung des Etiketts und die Art der Werbung würden klar auf Kinder als Zielgruppe hindeuten. Zudem hatte das Unternehmen in einem Hinweis auf der Flasche das Getränk als Kindersaft bezeichnet (Az.: 16 O 172/12).

Schlagworte zum Thema:  Recht, Wettbewerbsrecht, Werbung

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