| Kaufentscheidung

Webshops: Worauf es bei Produktbildern ankommt

Die Anschaffung einer eigenen Kamera samt Zubehör kann sich rentieren.
Bild: Lupo ⁄

Ob ein Artikel im Webshop gekauft wird, hängt nicht zuletzt am Bild. Denn je genauer und besser die Fotos sind, desto größer das Vertrauen des Kunden in den Shop. Worauf es bei Produktfotos ankommt, hat die Internet World Messe zusammengestellt.

Bilder dienen Onlinehändlern zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb. Gleichzeitig können sie den Ausschlag für oder gegen den Klick auf den Kaufbutton geben. Weil das haptische Erlebnis beim Onlineshopping fehlt, wollen Kunden Produkte zumindest genau erkennen können. Folgende Tipps sollten Onlinehändler beachten:

Das Licht. Schlecht be- und angeleuchtete Produkte sind ein Conversion-Killer. Die Qualität der Bilder veranlassen Kunden, Rückschlüsse auf die Qualität eines Produktes oder des Shops zu ziehen.

Das Umfeld. Am besten ist es, wenn es mehr als ein Foto zu einem Produkt gibt. Beispielsweise ein neutrales vor weißem oder grauen Hintergrund und ein weiteres, auf dem man die Waren im Umfeld sieht. Auf diese Weise lassen sich Größenverhältnisse darstellen.

Gute Produktbilder können Retourenquote senken

Die Details. Der Kunde muss sich ein sehr genaues Bild von den Produkten machen können. Abbildungsgenauigkeit und Perspektive spielen dabei eine wichtige Rolle. Für jedes Produkt sollten zudem Zoom-Stufen konzipiert werden. Dazu gehören Makro-Aufnahmen, Close-ups, Freisteller und Fotos aus der Totale. So kann auch das Retourenrisiko minimiert werden.

Die Fotografie in Eigenregie. Gute Fotos können Händler durchaus selbst produzieren. Gute Spiegelreflex-Kameras gibt es bereits für rund 600 Euro. Inklusive Zubehör und einer Fotobearbeitungs-Software kostet ein kleines Fotostudio rund 1.000 Euro. Eine weitere Möglichkeit ist die Anschaffung eines automatischen Fotostudios. Als offene Systeme, also ohne automatisch integrierte Lichtsteuerung, sind diese schon ab 1.500 Euro zu haben. Geschlossene Systeme mit automatischer Beleuchtung und Freistellfunktion kosten ab 6.900 Euro. Ob der Einsatz eines eigenen Fotostudios sich lohnt, ist ein Rechenexempel und abhängig von der Anzahl der Produktfotos, die der Händler benötigt.

Das Outsorcing. Händler, die nicht selbst fotografieren möchten, können den Prozess natürlich außer Haus erledigen lassen. Zahlreiche Dienstleister haben sich auf die Erstellung von Produktfotos spezialisiert. Der Preis hängt ab von der Darstellungsform. Ein Richtwert: Für ein Foto einer Vorder- und Rückansicht sowie drei Details fallen inklusive Bearbeitung pro Artikel etwas 25 Euro an. Bei Herstellern ist mit etwa 150 Euro zu rechnen. 


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Kundenbindung

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