20.04.2012 | Wettbewerbsrecht

Urteil der Stiftung Warentest muss vollständig wiedergegeben werden

Die Werbung mit Warentest-Urteilen hat so ihre Tücken.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Erreicht ein Testsieger der Stiftung Warentest nur das Urteil "Befriedigend", muss auch dies in der Werbung angegeben werden. Laut OLG Naumburg darf die beklagte Versandapotheke nicht ausschließlich mit „Bestnote (2,6)“ werben, sondern muss auch das Qualitätsurteil nennen.

Das OLG Naumburg gab damit einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (Vzbv) statt gegeben. Durch die selektive Wiedergabe der Bewertungsergebnisse bestehe die Gefahr der Irreführung. Die Werbung verschleiere, dass die Stiftung Warentest die Leistungen der Versandapotheke nur mit „befriedigend“ bewertet hat. Die Angabe des Notenwertes von 2,6 ändere daran nichts. Das vollständige Urteil kann hier eingesehen werden (Az. 9 U 96/11). (ms)

Schlagworte zum Thema:  Wettbewerbsrecht, Unlautere Werbung

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