09.10.2013 | Telefonmarketing

Verschärfungen bei unerlaubter Telefonwerbung treten in Kraft

Unerlaubte Telefonwerbung geht ab sofort richtig ins Geld.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken - und damit die entsprechenden Verschärfungen zur unerlaubten Telefonwerbung - tritt ab sofort in Kraft. Ein Folge: Bei unerlaubten Werbeanrufen steigt das Bußgeld von 50.000 auf bis zu 300.000 Euro.

Der Bundesrat hatte die Änderungen ohne Anrufung des Vermittlungsausschusses Ende September passieren lassen; am 8. Oktober 2013 wurde das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Ein Bußgeld kann auch verhängt werden, wenn automatische Anrufmaschinen zur unerlaubten Telefonwerbung eingesetzt werden, so der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) in einer Mitteilung. Weitere Änderung: Der Abschluss von Verträgen über Gewinnspieldienste bedarf eines Formerfordernisses; sie werden nur wirksam, wenn sie in Textform - also per Brief, Fax oder Mail - abgeschlossen werden.

Patrick Tapp, Vizepräsident Kommunikation im DDV, kommentiert: "Dieses Gesetz verbessert den Verbraucherschutz, ohne dem Kunden den Komfort zeitgemäßer Dienstleistungsangebote vorzuenthalten. Eine richtige Entscheidung ist, dass die Einführung einer Bestätigungslösung für telefonisch geschlossene Verträge nicht in das Gesetz aufgenommen wurde, da der Verbraucher somit nach wie vor praktisch, unkompliziert und rechtssicher Verträge abschließen kann und durch gesetzliche Widerspruchslösungen optimal geschützt ist."

Schlagworte zum Thema:  Telefonmarketing, Kundenservice, Direktmarketing, Dialogmarketing

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