| Urteil

Ergo darf nicht mehr mit dem "Kundenanwalt" werben

Vertritt der Ergo-Kundenanwalt alleinig die Interessen der Kunden? Nicht ganz, sagt jetzt ein Gericht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Aus für den Ergo-Kundenanwalt. Das Landgericht Düsseldorf hat der Versicherungsgruppe nun untersagt, mit der Bezeichnung "Kundenanwalt" zu werben. Den Kunden würde damit ein falscher Eindruck vermittelt.

Geklagt hatte die Rechtsanwaltskammer Berlin gegen die Ergo-Versicherungsgruppe. Marcus Mollnau, Präsident der Kammer, hatte dem Versicherungsunternehmen vorgeworfen, den Kunden mit dieser Werbung den Eindruck zu vermitteln, der Kundenanwalt vertrete wie ein Rechtsanwalt ihre Interessen, obwohl er eigentlich in die Hierarchie der Ergo eingebunden ist. Das Gericht sah diese ebenso. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Versicherung will in Berufung gehen. Die Begründung der Versicherung: Der Ergo-Kundenanwalt sei zwar kein Rechtsanwalt, vertrete aber dennoch als Instanz im Unternehmen die Interessen der Kunden. (Az.: 34 O 8/13).

Schlagworte zum Thema:  Recht, Wettbewerbsrecht, Kunde, Werbung

Aktuell

Meistgelesen