04.02.2013 | Studie

Unternehmen halten Datenschutzverletzungen für unvermeidbar

Nicht einmal hohe Strafen veranlassen Firmen dazu, ihre Datenschutzpolitik zu ändern.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ein Großteil der deutschen Unternehmen sieht sich außer Stande, rechtskonform mit Nutzerdaten umzugehen. Einer Studie des IT-Dienstleisters Iron Mountain zufolge haben selbst drohende Geldstrafen nur wenig Einfluss auf ihre Datenschutzpolitik.

44 Prozent der befragten Unternehmen gehen automatisch davon aus, Daten zu verlieren. Europaweit sind es mit 53,3 Prozent sogar noch mehr. Auch ein Jahr nach Vorlage eines Entwurfs für ein einheitliches Datenschutzrecht durch die EU-Kommission sieht sich die Mehrheit der Unternehmen nicht in der Lage verantwortungsvoll mit personenbezogenen Daten umzugehen. Zwar sieht das Papier Bußgelder bis zu einer Million Euro beziehungsweise zwei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor, beeindrucken kann diese Strafe aber offenbar nicht: In 65 Prozent der Unternehmen haben die Pläne nur geringen Einfluss auf die Datenschutzpolitik. Ohnehin haben sich drei Viertel (74,8 Prozent) gegen die finanziellen Folgen von Datenschutzverletzungen versichert oder planen, dies zu tun.

Befragt wurden mehr als 1.200 europäische Entscheider aus den Bereichen IT, Finanzen und Recht, darunter 234 aus Deutschland.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Database, CRM

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