| Telefonwerbung

Vodafone wegen unerlaubter Werbeanrufe verurteilt

Der Telekommunikationsanbieter Vodafone hat Verbraucher mit Werbeanrufen belästigt.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Telekommunikationsanbieter Vodafone ist wegen unerlaubter Telefonwerbung verurteilt worden. Er hatte über Monate in mehreren Fällen Verbraucher angerufen – ohne deren vorherige ausdrückliche Einwilligung.

Paragraf 7 des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet Werbeanrufe ohne die vorherige ausdrückliche Einwilligung (Opt-in) der Angerufenen. Laut Urteil des Landgerichts Düsseldorf ist dieses Verbot so konkret, dass es keiner weiteren Auslegung bedarf. Für Vodafone sei klar und eindeutig erkennbar gewesen, dass es Telefonwerbung ohne Einwilligung zu unterlassen habe. Weil das Unternehmen es zugelassen habe, dass externe Call-Center-Dienstleister in seinem Namen und Auftrag Kunden ohne deren Einwilligung anriefen, sei das Vorgehen der Call-Center Vodafone zuzurechnen. Werbeanrufe ohne vorherige Einwilligung der Betroffenen seien eine geschäftlich unlautere Handlung nach UWG, weil sie die Angerufenen in unzumutbarer Weise belästigten. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). (Az.:38 O 49/12).

Schlagworte zum Thema:  Telefonwerbung, Werbeanrufe, UWG, Einwilligung, Call-Center

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