11.01.2017 | Studie

Onlinekäufer verlassen sich vor allem auf Kundenbewertungen

Unter anderem die Kundenbewertungen haben Amazon groß gemacht.
Bild: Michael Bamberger

Kundenbewertungen sind für Onlinekäufer das wichtigste Entscheidungskriterium beim Onlineshopping. Das hat eine Studie des Bitkom ergeben. Demnach vertrauen zwei Drittel der Befragten den Erfahrungen anderer.

Immerhin 65 Prozent der mehr als 1.100 befragten Onlinekäufer verlassen sich auf die Bewertungen anderer Kunden. Damit sind Onlinerezensionen wichtiger als Preisvergleichsseiten (51 Prozent). Persönlichen Empfehlungen von Freunden, Familie und Kollegen folgt jeder Zweite. Die Webseiten der Händler sind für 49 Prozent eine Entscheidungsgrundlage, Online- und Printmedien nutzen 42 Prozent vor einem Kauf. Lesen Sie auch: Vier Mythen über Kundenbewertungen.

So werden Kundenbewertungen eingeschätzt

Vier von zehn Onlinekäufern, so ein weiteres Ergebnis der Studie, haben weniger Vertrauen in Angebote, zu denen es keine Bewertungen gibt. Ebenso viele bestätigen, dass die Rezensionen anderer Käufer in der Regel auch ihrer persönlichen Einschätzung entsprechen. Ein Grund, auch in Zukunft Bewertungen zu berücksichtigen. Knapp die Hälfte (45 Prozent) schreiben auch selbst Onlinebewertungen, um andere bei Kaufentscheidungen zu unterstützen.

Was das Interesse an Produktbewertungen angeht, hinken ältere Käufer den jungen noch hinterher. Während von den 14- bis 29-Jährigen drei Viertel aller Onlinekunden vor dem Kauf Rezensionen lesen, sind es in der Altersgruppe ab 65 Jahren nur rund die Hälfte (52 Prozent).

Aber es gibt auch misstrauische Kunden: 19 Prozent der Befragten sagen nämlich, dass sie Kundenbewertungen grundsätzlich nicht trauen, da diese vom Anbieter gefälscht sein könnten. Besonders groß ist das Misstrauen mit 25 Prozent in der Gruppe der Senioren ab 65 Jahren.

Allgemeine Zahlen zum Stand des E-Commerce in Deutschland lesen Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Kaufverhalten, Kundenbindung, Versandhandel

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