| Shopware Community Day 2016

Deep Blue in Ahaus

Shopware-CEO Stefan Hamann begrüßte über 1.600 Besucher beim Community Day.
Bild: shopware

Der sechste Shopware Community Day lockte über 1.600 Händler, Agenturen und Entwickler ins Münsterland. Das diesjährige Leitthema der Veranstaltung (Digital Blue) nahm Bezug auf den weitläufigen, vielfältigen und in vielen Fällen vielleicht noch unerforschten "digitalen Ozean".

"Das Silicon Valley ist für einen Tag ins Münsterland gekommen" – der vielfach retweetete Post von acquisa zum Shopware Community Day brachte die Stimmung des Events, zu dem über 1.600 Händler, Agenturen und Entwickler sowie 40 Aussteller unter dem Motto "Digital Blue" nach Ahaus gekommen waren, ganz gut auf den Punkt. "Open, Authentic, Visionary" - dieser Philosophie wurde der Shopsystem-Hersteller während seines Community Days gerecht.

 "Wir sind die Community - und das ist unser Tag", begrüßte Stefan Hamann, Vorstand der Shopware AG, seine Gäste. Neben der Vorstellung der neuen Software Shopware 5.2, mit welcher das Unternehmen auf die Verschlüsselung der Premium-Plugins verzichtet und kostenlose Sub-Shops anbietet, zeigte der CEO visionäre Ansätze in der Entwicklung von Shopware: "Wir müssen im E-Commerce Erlebniskonzepte entwickeln, die online und offline funktionieren", so Hamann in seiner Keynote. E-Commerce werde sich künftig so emotionalisieren, dass man auch im Netz nach Inspirationen suchen wird. Denn auch im digitalen Business steht nach Ansicht des Shopware-CEOs der Mensch im Mittelpunkt. "E-Commerce wird sich in Richtung Erlebnis-Commerce entwickeln", so Stefan Hamann – und deshalb müssten moderne Online-Shops – und die dazugehörige Software – diese Entwicklung antizipieren. Zumal mit Virtual Reality das Thema Haptik auch im E-Commerce erlebbar wird.

Die Zukunft des (digitalen) Handels

Der Software-Anbieter beschäftigt sich daher im Bereich Research und Development bereits heute mit Dingen, die aktuell zwar noch experimentell sind, aber später direkten Einzug ins Produkt finden sollen. Dazu gehören etwa Shopping-Ansätze in der virtuellen Realität (VR), das Internet of Things sowie andere Themen aus dem Bereich "Future of Retail". Diese Konzepte werden konsequent nach dem Design-Thinking-Ansatz behandelt und beziehen dabei insbesondere die Community stark mit ein – etwa über das Shopware-Insider-Programm. Weitere Foren für den Wissenstransfer aus der Community stellen regelmäßig stattfindende Think Tanks und externe Hackathons dar. Ebenso die transparente Entwicklung, wie Shopware sie auch über die soziale Coding-Plattform Github vorantreibt.

Über den Tag verteilt konnten sich die Besucher in den "Deep Sea Labs" direkt ein Bild von der Shopware-Forschung machen. Im "Future Park" standen außerdem die neuesten Endgeräte wie die "HTC Vive" oder die "Oculus Rift Consumer Version" zum Ausprobieren bereit.

Auch ein Kongressprogramm mit rund 60 Vorträgen sorgte für großes Interesse: So informierte  Nils Wolfram, CTO bei der Erwin Müller Group, über Trends im internationalen B2B-Handel für Gastronomiebedarf. Skurril: "B2B-Einkäufer bestellen noch am liebsten per Fax", so Nils Wolfram. Nicht minder spannend: "B2B-Einkäufer müssen nicht via Content Marketing emotional gewonnen werden. Bei denen zählt nur der effiziente Einkauf", so Wolfram.

Weitere Themen in Ahaus: Storytelling, Kundenbindung im Amazon-Zeitalter, Brandbuilding sowie Internationalisierung von Online-Händlern. Droht das Ende des Online-Shopping?, fragte etwa Wijnand Jongens von Thuiswinkl.org  - und stellte klar, dass dem keineswegs so ist, sondern dass die sogenannten Digital Natives nur anders einkaufen wollten: bequem, sofort, günstig. "Wir werden eine neue Welt bekommen von 'always connected retail'", so der Online-Experte aus den Niederlanden. Und, gute Aussichten: "All Shopping in the future will be digital".

Mark Steier von Wortfilter.de bemängelte unterdessen, dass "für Deutschlands Onlinehändler Strategie ein Fremdwort ist". Dabei bräuchten sie sich vor Amazon nicht fürchten.

Trotz andauernden Nieselregens, der das Catering fast ins Wasser fallen ließ, war der Veranstalter am Ende vollends zufrieden: "Der Shopware Community Day war in allen Facetten erfolgreich", so das Fazit von CEO Stefan Hamann. Der enge Austausch mit der Community sei ein großer Teil der Firmenphilosophie. "Daher ist es natürlich jedes Mal etwas ganz Besonderes für uns, alle Partner und Freunde hier zu versammeln, Trends zu diskutieren und zusammen zu feiern", so Hamann

Das nächste von Shopware organisierte Event, welches noch einmal die Offenheit und das Streben nach Austausch mit der Community unterstreicht, ist der Shopware Open Hackathon vom 6. bis 8. Juli im Shopware Headquarter in Schöppingen.

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Schlagworte zum Thema:  Social Commerce, Online-Marketing, E-Commerce, Versandhandel, Mobile Commerce

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