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Fleurop erringt Sieg in Streit um Keyword Advertising

Das Keyword Fleurop ist für die Konkurrenz erstmal tabu.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Versandunternehmen "Blumenbutler" darf nicht das Keyword "Fleurop" benutzen, da die Gefahr besteht, dass Kunden die Firma irrtümlich für ein Fleurop-Partnerunternehmen halten. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.

Werde Internetnutzern aufgrund eines mit der Marke identischen oder verwechselbaren Schlüsselworts die Anzeige eines Dritten auf einer Suchmaschine gezeigt, sei eine Beeinträchtigung der Herkunftsfunktion der Marke zwar in der Regel zu verneinen, wenn die Anzeige in einem von der Trefferliste eindeutig getrennten und entsprechend gekennzeichneten Werbeblock erscheint und selbst weder die Marke noch sonst einen Hinweis auf den Markeninhaber oder die unter der Marke angebotenen Produkte enthält.

Liege für den Kunden jedoch aufgrund eines ihm bekannten Vertriebssystems des Markeninhabers die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Dritten um ein Partnerunternehmen des Markeninhabers handelt, ist die Herkunftsfunktion der Marke bereits dann beeinträchtigt, wenn in der Werbeanzeige nicht explizit auf das Fehlen einer wirtschaftlichen Verbindung zwischen dem Markeninhaber und dem Dritten hingewiesen wird.

Das ganze Urteil mit dem Aktenzeichen I ZR 53/12 finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  SEM, Suchmaschinenmarketing, Online-Marketing

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