Der E-Commerce wächst weiter. Bild: Haufe Online Redaktion

Welche Big Player vom E-Commerce-Boom besonders profitieren und welche Traffic-Quellen am stärksten sprudeln, hat Pepper.com untersucht. Erkenntnisse unter anderem: Nach Amazon kommt weiterhin lange nichts. Und Google spielt eine große, Facebook eine eher kleine Rolle als Kundenbeschaffer.

E-Commerce-Marktführer Amazon ist im Jahr 2016 überdurchschnittlich gewachsen. Während die 20 größten Internethändler ihren Traffic um gut zwölf Prozent steigern konnten, steht bei der Reichweite von Amazon in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2015 ein Plus von mehr als 15 Prozent zu Buche, was 4,79 Milliarden Besuchen entspricht (Amazon ist damit für die Kunden auch die relevanteste Marke). Das geht aus einer Auswertung von Daten des Marktforschungsunternehmens Similar Web hervor, die von Pepper.com durchgeführt wurde.

Weder der Zweitplatzierte Ebay (2,87 Milliarden Visits, plus zwölf Prozent), noch Ebay-Kleinanzeigen auf Rang 3 (1,23 Milliarden Visits, plus zwölf Prozent) konnten 2016 ähnlich stark an Popularität gewinnen. Beim Viertplatzierten Otto gab es sogar ein Minus von neun Prozent (371,55 Millionen Visits).

Media Markt auf Platz 5 des Reichweitenranking konnte die Zahl seiner Shopbesuche um elf Prozent auf 221,26 Millionen steigern. Auf den weiteren Rängen folgen Zalando (190,83 Millionen Visits, plus vier Prozent), Thomann (189 Millionen Visits, plus 25 Prozent), Lidl (157,24 Millionen Visits, plus 31 Prozent), Saturn (138,98 Millionen Visits, plus drei Prozent) und Ikea (132,35 Millionen Visits, plus zehn Prozent). Der Onlineshop von Lidl machte damit auch den größten Sprung nach vorne.

Reichweite: Woher der Traffic im E-Commerce kommt

Gut jeder zweite Besucher rief einen der zwanzig betrachteten Onlineshops und Marktplätze direkt über die Eingabe der jeweiligen Internetadresse auf. Neben Tchibo (64 Prozent) und Pearl (59 Prozent) profitierten auch die beiden Marktführer Amazon und Ebay von ihrer loyalen Kundschaft: Bei Amazon trugen Direct-Type-ins letztes Jahr 52 Prozent, bei Ebay.de sogar 58 Prozent zur Reichweite bei. Am schlechtesten schnitten in dieser Betrachtung H&M (30 Prozent Direct-Type-ins), Ikea (31 Prozent) und Dawanda (35 Prozent) ab.

Durch organische Suchergebnisse gelangte im Jahr 2016 gut jeder fünfte Besucher zu einem der zwanzig größten Internethändler. Suchmaschinen erwiesen sich damit nach Direct-Type-ins als wichtigster Traffic-Lieferant für den deutschen E-Commerce. So gewannen zum Beispiel Media Markt (32 Prozent) und Saturn (34 Prozent) rund jeden dritten und Notebookbilliger sowie Thomann rund jeden vierten Besucher über die organische Suche.

Hinter Direct-Type-ins und Suchmaschinen waren Referrals der drittwichtigste Traffic-Lieferant und trugen in Summe knapp 19 Prozent zur Reichweite der zwanzig führenden Onlineshops bei. Eine zentrale Rolle spielten dabei Preisvergleichsportale wie Idealo, das Verbraucherforum Mydealz oder redaktionelle Angebote wie T-Online, Testberichte.de und Chip. Mehr: Onlinekäufer verlassen sich vor allem auf Kundenbewertungen.

Bezahlte Suchmaschinenwerbung trug vier Prozent des Traffics bei, Social Media nicht einmal drei. Einzig Ikea konnte 2016 mehr als jeden zehnten Besucher über soziale Netzwerke gewinnen.

Ähnlich stark wie Google den Suchmaschinenmarkt dominiert, beherrscht Facebook den Markt der sozialen Netzwerke: Von den 311 Millionen Visits, die die 20 größten Händler durch ihre Social-Media-Präsenz generieren konnten, entfielen 73 Prozent auf Facebook. 13 Prozent konnte Youtube für sich verbuchen.

Auch bei Newslettern zeigt sich eine leichte Tendenz nach oben: von gut einem auf gut zwei Prozent Traffic-Anteil.

Zeitgleich sank die Relevanz von Werbebannern von 0,8 auf nur noch 0,3 Prozent.

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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Online-Marketing, SEO, Suchmaschinenoptimierung

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