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Reding fordert Ende des Datenschutz-Patchworks in Europa

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat die Internetwirtschaft aufgerufen, sie bei der Durchsetzung ihrer Vorschläge für eine umfassende Datenschutz-Verordnung in der Europäischen Union zu unterstützen.

Zum Auftakt der 8. Internet-Konferenz DLD unterstrich Reding am Sonntag in München, ihre Gesetzesinitiative für einen einheitlichen Datenschutz in Europa greife nicht nur die wachsende Verunsicherung der Verbraucher auf, sondern solle vor allem junge Internetgründer und die mittelständischen Wirtschaft entlasten.

Unternehmen bräuchten in dieser Frage genauso wie Verbraucher Verlässlichkeit und Transparenz. Nur bei klaren Daten-Richtlinien könnten Internet-Firmen auf gesicherter Basis in neue Produkte und Geschäftsmodelle investieren. Derzeit gebe es allein in den 27 Staaten der Europäischen Union (EU) ein unübersichtliches "Patchwork" von Datenschutz-Gesetzen und Zuständigkeiten.

Reding betonte das Recht jedes Internetnutzers, im Web auch wieder "vergessen zu werden". Dies bedeute, jederzeit entscheiden zu können, einmal veröffentlichte private Informationen wie Fotos oder Kommentare auch wieder löschen zu können. Dazu müsse jeder Nutzer wissen, wie und von wem seine persönlichen Daten genutzt werden. (ms)

Ein ausführliches Interview mit Peter Schaar zur aktuellen Datenschutzdiskussion lesen Sie hier.

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