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Rechtliche Stolperfallen bei der neuen Facebook-Chronik

Seit einigen Tagen gibt es die Facebook-Timeline auch für Fanseiten. Die Berliner Kanzlei Schwenke & Dramburg erklärt, worauf Unternehmen beim neuen Chronik-Design achten müssen.

Wer für die großen Titelbilder fremde Bilder einsetzen möchte, der muss das Urheberrecht beachten. Das heißt, dass sowohl die Einwilligung des Urhebers als auch der abgebildeten Personen vorliegen muss. Stockarchivbilder sind nur nach Rücksprache mit dem Stockarchiv zu verwenden, da die Unterlizenzen, die Facebook einräumt, nicht mit den Lizenzbedingungen der Archive vereinbar sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Titelbilder nicht als Werbebanner genutzt werden dürfen. Die Titelbilder dürfen daher keine Preise und Erwerbshinweise enthalten, wie beispielsweise Rabattinformationen. Auch dürfen keinerlei Kontaktinformationen aufgeführt sein, ebenso wenig wie „Call-to-action“-Aufforderungen.

Eine neue Info-Box macht es möglich, das Impressum einfach zu verorten. Generell reicht ein Link zum Impressum auf der eigenen Website, sofern er deutlich gekennzeichnet ist. Wer noch ein paar Leichen im Keller begraben hat, wie unerlaubte Werbeaussagen oder regelwidrige Gewinnspiele, der sollte schleunigst die zweifelhaften Beiträge entfernen. Die neue Chronik macht es nämlich möglich, sich alle zurückliegenden Aktivitäten auflisten zu lassen. Das neue Design hat jedoch auch Vorteile: Beiträge der Nutzer werden nicht mehr gleichwertig zu den offiziellen Seitenupdates angezeigt, was die Gefahr von Shitstorms und virtuellen Seitenblockaden verringert. Worauf Unternehmen bei der Facebook-Chronik noch achten müssen, haben Schwenke & Dramburg in ihrem Blog festgehalten.

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