Mit Kreditkarte zu zahlen ist in vielen Onlineshops aufwendig. Händler verlieren damit Umsatz. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die 100 größten Onlineshops in Deutschland machen fast alle das Bezahlen mit Kreditkarte unnötig aufwendig. Und verzichten damit auf möglichen Umsatz. Das behauptet zumindest eine Untersuchung der Payment-Plattform Stripe. 

Die Analyse der Check-out-Prozesse der 100 wichtigsten E-Commerce-Websites in Deutschland von Stripe zeigt laut den Analysten insgesamt zwölf unterschiedliche Fehler beim Bezahlprozess mit Kreditkarten. Diese Fehler machten die Nutzung von Kreditkarten aufwendig und für Kunden unattraktiv. Damit vergeben sich die Onlineshops laut Stripe Umsatzchancen.  Die Untersuchung ergab, dass fast 90 Prozent der untersuchten Websites drei oder mehr dieser Fehler machen. In den USA seien es "nur" 72 Prozent.

Kreditkartenzahlung online zu kompliziert  

Was sind nun die wesentlichen Versäumnisse laut Stripe?

  • Bei 74 Prozent der Websites war keine manuelle Eingabe des Gültigkeitsdatums einer Kreditkarte möglich. Meist gab es hier nur ein Drop-down-Menü, was die Eingabe verlangsamt und erschwert.
  • Bei 67 Prozent gab es keine Echtzeit-Erkennung ungültiger Kreditkartennummern.
  • Eine automatische Anzeige des Kreditkartentyps nach Eingabe der Nummer erfolgte bei 61 Prozent nicht.
  • Zudem funktionierte bei fast der Hälfte der Seiten (45 Prozent) die Autofill-Funktion mit im Browser gespeicherten Abrechnungsinformationen nicht einwandfrei.
  • Bei 47 Prozent der getesteten Websites konnten gar Ablaufdaten von Kreditkarten eingetragen werden, die in der Vergangenheit liegen – ein besonders leicht zu korrigierender Fehler.

Schlagworte zum Thema:  Payment, E-Commerce, Online-Shop, Kreditkarte

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