15.08.2016 | Payment

Bitcoin & Co. gewinnen an Bedeutung

Traditionelle Zahlmethoden werden wohl bleiben, virtuelle dienen als Ergänzung.
Bild: Haufe Online Redaktion

Noch sind sie zwar keine Konkurrenz für traditionelle Zahlungsmittel, doch die Bedeutung virtueller Währungen wie Bitcoin & Co. steigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Unternehmensberatung Bearingpoint. 

Demnach kennen bereits 72 Prozent der Befragten die innovativen Zahlungsmethoden oder haben schon einmal davon gehört. Die mit Abstand bekannteste virtuelle Währung ist Bitcoin mit rund 89 Prozent, dicht gefolgt von Paycoin (27 Prozent) und Bitshares (15 Prozent).

Der Nutzeranteil bleibt allerdings noch relativ gering. Gerade einmal fünf Prozent haben die sogenannten Kryptowährungen schon einmal genutzt. Bitcoin ist dabei nicht nur die bekannteste, sondern auch die beliebteste: Die Hälfte der Nutzer virtueller Währungen haben damit bereits bezahlt.

Bei steigender Bekanntheit wird sich der Abstand im Vergleich zu klassischen Online-Bezahlmethoden verringern. Momentan bezahlen die Deutschen jedoch weiterhin am liebsten auf Rechnung (90 Prozent) oder per Lastschrift (87 Prozent). 84 Prozent nutzen die Online-Überweisung, 77 Prozent zahlen mit Paypal oder anderen Online-Bezahlsystemen und 13 Prozent haben schon Mobile-Payment-Systeme verwendet. Damit liegt die Nutzung von Kryptowährungen mit fünf Prozent derzeit noch weit hinter anderen Zahlungsmitteln.

Für Dr. Robert Bosch, Partner bei Bearingpoint, stecken virtuelle Währungen damit weiterhin in den Kinderschuhen. Dennoch ist er der festen Überzeugung, dass die Verbreitung schnell steigen wird. Eine Nutzung von fünf Prozent sei zwar noch recht wenig, jedoch nicht mehr rein experimentell, sondern durch Faszination motiviert.

Virtuelle Währungen als Ergänzung zu den klassischen

Das sehen auch die Befragten auch so. 43 Prozent gehen von einer Weiterentwicklung virtueller Währungen und Zahlungstechnologien aus. Rund die Hälfte würde sie beim Onlineshopping einsetzen, jeder Fünfte bei Auslandsüberweisungen oder Flugtickets.

Laut Studie wird es virtuelle Währungen wohl parallel und als Ergänzung zu klassischen Zahlungsmitteln geben. Nur jeder Fünfte kann sich vorstellen, dass sie klassische Zahlungsmittel verdrängen werden. Fragt man nach den größten Herausforderungen, wird wie immer das Thema Sicherheit genannt: 62 Prozent befürchten Hacker-Angriffe und Viren, 42 Prozent machen sich Sorgen um private Daten.

Elf Prozent der Studienteilnehmer glauben an die disruptive Kraft virtueller Währungen und denken, dass sie sich in kurzer Zeit durchsetzen werden, acht Prozent glauben hingegen nur an einen Hype, der langfristig keine Chancen hat.

Für die Studie "Virtuelle Währungen und Zahlungstechnologien“ wurden rund 1.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt. 


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Schlagworte zum Thema:  Payment, E-Commerce, Mobile Commerce, Handel

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