| Mobile Commerce

Das Smartphone wird zum normalen Shoppingtool

Insbesondere junge Konsumenten kaufen schon heute regelmäßig via Smartphone ein.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Bis zum Jahr 2020 werden 75 Prozent der Verbraucher mit ihrem Smartphone einkaufen - zumindest gilt dies der PwC-Studie "Total Retail 2016“ zufolge für ausgewählte Produktkategorien. Zurückhaltend bleiben deutsche Verbraucher hingegen beim Mobile Payment.

Die Mehrheit der rund 1.000 Befragten (80 Prozent) wird demnach auch in den nächsten Jahren noch mit Bargeld bezahlen. Dennoch liegt im Mobile-Geschäft die Zukunft des Handels. Nur jene Unternehmen, die spätestens jetzt eine Mobile-Commerce-Strategie entwerfen, werden auch in Zukunft erfolgreich sein, sagt deshalb Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC.

Bereits heute nutzt ein beträchtlicher Anteil der Konsumenten das Smartphone als Einkaufsinstrument. 35 Prozent bestätigen, dass sie mindestens einmal im Monat mobil einkaufen. Dieser Anteil ist innerhalb der vergangenen vier Jahre um elf Prozent gestiegen, während der der Konsumenten, die noch nie ihr Smartphone zum Shopping genutzt haben, von 70 auf 48 Prozent gesunken ist.

Schaut man nach China, zeigt sich das enorme Potenzial des Mobile Commerce, denn die Entwicklung hierzulande lässt sich anhand dieses Marktes nach Ansicht der Experten ableiten: Das Einkaufsverhalten der Chinesen sei dem der deutschen Konsumenten um etwa drei bis vier Jahre voraus. Dort kaufen bereits 66 Prozent der Kunden mindestens einmal monatlich über ein Smartphone ein. Dieser Entwicklung, da sind sich die Berater sicher, werden auch andere Länder wie Deutschland folgen.

Mobile Commerce wird stationären Handel nicht verdrängen

Und auch diese Erkenntnisse liefert die Studie: Der stationäre Handel ist keinesfalls ein Auslaufmodell, er bleibt der wichtigste Bezugspunkt zum Kunden. Auch junge Konsumenten werden dem stationären Handel die Treue halten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass er seine Vorteile geschickt ausspielt, eine gute Beratung und damit ein gutes Einkaufserlebnis bietet.

Zudem werden Verbraucher immer häufiger verschiedene Kanäle miteinander verbinden. Aktuell sucht die Hälfte der Befragten am liebsten online nach Produkten. Die Verknüpfung von Online- und Offline-Kanälen wird deshalb noch erfolgsentscheidender.

Mit den Social Media kommt ein weiterer Shopping-Kanal hinzu. 77 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 81 Prozent der 25- bis 34-Jährigen lassen sich dort bezüglich ihrer Kaufentscheidungen beeinflussen. Der Schritt hin zum Einkaufskanal ist nur noch ein kleiner.

Wichtig bleiben zudem Programme zur Kundenbindung. Diese werden heute von 90 Prozent der Konsumenten genutzt. Die Potenziale sind dabei noch nicht ausgeschöpft. Verbraucher wünschen sich noch mehr personalisierte Angebote, die ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen. Das bestätigen 41 Prozent der Befragten. 

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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Mobile Commerce, Multichannel, Kaufverhalten, Handel, Payment

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