Meist liegt es an Fehlern, die die Händler selbst zu verantworten haben, wenn Kunden einen Kauf per Smartphone verärgert abbrechen. Bild: PhotoDisc Inc.

Acht von zehn Smartphone-Shoppern haben schon einmal einen Kauf abgebrochen. Aus welchen Gründen dies geschieht, hat der Digitalverband Bitkom ermittelt.

Gründe, einen Kauf per Smartphone abzubrechen, gibt es demnach einige. In der Hälfte der Fälle ist eine schlechte Internetverbindung schuld. Aber auch die Händler selbst machen offenbar manches falsch. 43 Prozent haben durch Schwierigkeiten beim Bezahlen schon einmal einen Kauf abgebrochen, 42 Prozent aufgrund einer nutzerunfreundlichen Website. 32 Prozent konnten ihren Einkauf wegen eines Fehlers auf der Website nicht beenden. Rund ein Drittel der Befragten hat aus einem dieser Gründe das Vertrauen in einen Händler verloren. Ein weiteres heikles Thema im Onlinehandel bleiben auch die Bezahloptionen: 37 Prozent vermissen immer wieder ihr bevorzugtes Payment-Verfahren.

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Smartphone wird zum wichtigen Einkaufsbegleiter im stationären Handel

Schade sind die vielen Kaufabbrüche vor allem deshalb, weil sich das Smartphone gleichzeitig zu einem wichtigen Einkaufsbegleiter im stationären Handel entwickelt. 2014 shoppte jeder Fünfte mit dem Handy, heute ist es bereits fast jeder Zweite. Vor allem die jüngere Generation hält beim Einkaufen stets das Handy bereit. Neun von zehn Smartphone-Shoppern holen sich zumindest gelegentlich Kaufanregungen oder recherchieren zu einem Produkt. 87 Prozent vergleichen Preise, 84 Prozent lesen Bewertungen. Onlinehändler und stationäre Ladengeschäfte konkurrieren damit quasi um die Gunst der Kunden.

Für die Studie wurden im Auftrag des Digitalverbands mehr als 1.100 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Mobile Commerce, E-Commerce, Kundenbindung, Payment

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