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Bundesministerium stellt neues Muster für Datenschutzhinweise vor

Kunden sollen sich "auf einen Blick" über den Datenschutz informieren können.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und von IBM hat eine Musterdatenschutzvereinbarung erarbeitet, bei der Verbraucher alle relevanten Informationen zu Datenerhebung und Datenspeicherung auf einem One-Pager bekommen.

Im Rahmen des Nationalen IT-Gipfels 2015 hat die vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und IBM geleitete Plattform "Verbraucherschutz in der digitalen Welt" ein Muster für Datenschutzhinweise auf nur einer Seite vorgestellt.

Datenschutzhinweise sollen künftig, so hofft das Ministerium, so gestaltet werden, dass Verbraucher auf einen Blick erkennen können, welche Daten erfasst, gespeichert und verarbeitet werden. Dazu gehören einerseits die Daten, die bei einer Anmeldung erfasst werden. Anderseits sollen Anbieter transparent machen, welche Daten bei Aufruf und Nutzung einer Seite oder eines Dienstes erhoben werden – etwa Datum und Uhrzeit, IP-Adresse, Browsertyp oder Geodaten. Auch soll erkennbar sein, wie diese Daten erhoben werden: mit Cookies, Plug-Ins, Tracking, durch die Eingabe der Nutzer oder über Zugriffsrechte, etwa bei Apps.

Datenschutz betrifft Erhebung und Nutzung

Die Datenschutzhinweise würden außerdem offenlegen, wofür die Daten genutzt werden. Wenn Daten zur Profilbildung, für Werbung oder zur Übermittlung an Dritte verwendet werden, dann muss das deutlich hervorgehen.

In den Datenschutzhinweisen sollen die Verbraucher überdies über ihre Rechte aufgeklärt werden, beispielsweise zur Auskunft über gespeicherte Daten, Anspruch auf Löschung oder Berichtigung von Daten sowie Widerspruchsmöglichkeiten.

Hier stehen das Musterdokument "Datenschutzhinweise" und weitere Informationen zum Download bereit.

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Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Database, Big Data, Digitalisierung

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