Die Bedenken deutscher Verbraucher sind gerechtfertigt. Wer am anderen Ende der Welt bestellt, geht eventuell ein Risko ein. Bild: MEV Verlag GmbH

Das Vertrauen in Onlinehändler außerhalb der EU ist bei deutschen Verbrauchern gering. Das liegt vor allem an den Schwierigkeiten bei der Durchsetzung ihrer Rechte, sollte beim Kauf etwas schieflaufen. Verbraucherschützer fordern deshalb die Verbesserung von Informationen und Rechtssicherheit.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und sein europäischer Dachverband BEUC schlagen vor, einen neuen Informationspunkt für internationales Onlineshopping zu schaffen. Dort sollten sich Verbraucher über ihre Rechte im globalen Markt informieren können und beraten werden.

Globale Onlinekäufe werden 2020 voraussichtlich ein Volumen von vier Billionen Euro erreichen. 2016 waren es erst rund 1,6 Billionen. Dennoch bleibt das Vertrauen europäischer Verbraucher in Onlineshopping vergleichsweise gering. Und damit liegen sie nicht ganz falsch, wie eine Analyse der Verbraucherschützer ergeben hat, denn sie sind rechtlich weniger geschützt, wenn sie außerhalb der Europäischen Union einkaufen.

Globaler Onlinehandel: Kunden müssen besser informiert werden

Dies sei insbesondere auf zwei Faktoren zurückzuführen: adäquate Verbraucherinformationen vor dem Kauf sowie Instrumente der Rechtsdurchsetzung, wenn es Probleme beim Onlinekauf gibt.

Manchmal würden Onlinekunden außerhalb der EU einkaufen, ohne es zu bemerken, weil Händler nicht deutlich genug über ihren Firmensitz informieren, erklärt Monique Goyens, Direktorin von BEUC. Das müsse sich ändern. Gefordert werden Mechanismen, sollte es beim Kauf Probleme geben. Dies könne beispielsweise eine kostengünstige, unabhängige Streitschlichtung sein.

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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Recht

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