08.07.2016 | Mobile Commerce

Jeder dritte Onlinehändler bewirbt seine Shopping-App nicht

Die Zahl der verfügbaren Shopping-Apps steigt weltweit an.
Bild: Haufe Online Redaktion

Im Onlinehandel sind Shopping-Apps das Thema des Jahres. Erfolgreich können die aber nur sein, wenn sie auch beworben werden. Jeder dritte Händler investiert kaum Zeit oder Geld, um seine App bekannt zu machen. Das hat eine Umfrage von Shopgate ergeben.

Erst durch gezieltes Marketing werden App-Downloads generiert. Die Mehrwerte müssen den Nutzern deutlich vermittelt werden. Doch gerade hier wird der Umfrage unter 377 Onlinehändlern zufolge zu wenig Zeit und Geld investiert. Jeder Dritte wirbt gar nicht.

Onlineshops, die aktiv App-Marketing-Maßnahmen zur Neukundengenerierung durchführen, setzen in erster Linie auf Newsletter (31 Prozent), Social Media (30 Prozent) und Gutscheinaktionen (17 Prozent). Werbung über bezahlte Kanäle wie Google Adwords ist hingegen relativ selten (14 Prozent).

App-Kunden sind die besseren Kunden

Wir sehen zwar, dass viele Onlineshops die App in ihre bestehenden Kommunikationskanäle einbinden“, sagt Shopgate-CEO Andrea Anderheggen, eine dezidierte Marketingstrategie verfolgen jedoch wenige. Trotz der Erkenntnis, dass ein App-Kunde im Schnitt 55 Prozent mehr wert sei als ein mobiler Browser-Shopper, forcierten Händler oft keine bezahlten Werbeformate für App-Installs oder App-Engagement. Damit würden sie die Chance vergeben, mehr aus ihren mobilen Besuchern herauszuholen. Insbesondere deshalb, weil oft niedrige Cost-per-Installs bei höheren Klick- und Conversion-Raten ein hohes Potenzial aufweisen würden.

Immer mehr Händler erkennen jedoch die Vorteile einer eigenen Shopping-App, denn die haben sich in der Branche inzwischen rumgesprochen. Laut Marktforschungsunternehmen Comscore wird weltweit mehr als die Hälfte der gesamten Onlinezeit (inklusive Desktop) in Apps verbracht. Innerhalb der mobilen Nutzung liegt der Anteil mit 87 Prozent sogar wesentlich höher. Bei der Benutzerfreundlichkeit gibt es allerdings noch Luft nach oben.

Und Shopping-Apps werden immer wichtiger. Der Anteil der Händler, die sich dafür entscheiden, steigt weltweit. Viele große Anbieter, wie beispielsweise Zalando, setzen schon auf eine Multi-App-Strategie. Sie launchen Apps mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen, um verschiedene Zielgruppen zu bedienen. 


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Mobile Commerce, Kundenbindung, Kaufverhalten, Online-Marketing

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