Vergleichsportale dienen dem Preisvergleich, aber auch andere Kriterien werden von den Nutzern bewertet. Bild: Corbis

Check24 hat untersuchen lassen, wie Verbraucher Vergleichsportale nutzen, um Kaufentscheidungen zu treffen. Dabei kam unter anderem heraus, dass vor allem unbekannte Anbieter und Marken dort punkten können.

Mehr als 70 Prozent der Deutschen nutzen Vergleichsportale, 40 Prozent sogar mehr als eins, um sich zu informieren oder Käufe zu tätigen. Punkten können Anbieter auf Vergleichsportalen weniger mit Markenprominenz als mit guten Produkten. So haben 72 Prozent der rund 1.400 befragten Nutzer schon einmal Angebote von Anbietern gefunden und gekauft, die sie zuvor nicht kannten.

Dabei sind die Nutzer der Portale durchaus gut informiert und gehen bewusst und durchaus kritisch mit den Suchergebnissen um. Die meisten (87 Prozent) kennen das Geschäftsmodell und wissen, dass Vergleichsportale Provisionen erhalten beziehungsweise mit Werbung Geld verdienen.

Verbraucher befassen sich mit den Ergebnissen der Vergleichsportale

Das Ranking der Ergebnisse nehmen Verbraucher selbst in die Hand: 81 Prozent verlassen sich nicht auf die automatische Sortierung, sondern passen die Rangfolge individuell (69 Prozent) oder über Filtermöglichkeiten (50 Prozent) nach ihren individuellen Bedürfnissen an.

Grundsätzlich führt die Existenz von Vergleichsportalen dazu, dass sich Verbraucher mit bestehenden Verträgen beschäftigen und gegebenenfalls einen Anbieter wechseln. 58 Prozent überprüfen bestehende Policen regelmäßig auf optimale Konditionen. Wer die Portale nicht nutzt, vergleicht deutlich seltener (31 Prozent).

Vergleichsportale schaffen somit einen finanziellen Mehrwert. In den untersuchten Bereichen Strom, Gas, Breitband-Internet und Kfz-Haftpflicht haben Verbraucher 2016 demnach insgesamt über 1,3 Milliarden Euro eingespart.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Kaufverhalten, E-Commerce

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