| Irreführung

Getränkedosen sind nicht "grün"

Alles andere als umweltschonend: Bei Dosen sind sich Umweltschützer und Richter einig.
Bild: Haufe Online Redaktion

Getränkedosen sind umweltschädlich und dürfen deshalb nicht mit der Aufschrift "Die Dose ist grün" beworben werden. So lautet ein aktuelles Urteil des Landgerichts Düsseldorf. Der Werbeslogan sei irreführend.

Mit dem Urteil bestätigt das Gericht die Verbrauchertäuschung des Getränkedosenherstellers Ball Packaging Berlin. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Nach Auffassung der DUH führte die Werbekampagne die Verbraucher systematisch in die Irre. Durch den Aufdruck "Die Dose ist grün" sollte der Eindruck entstehen, Getränkedosen seien ein umweltfreundliches und ökologisch unbedenkliches Produkt. Das Gericht gab dem klagenden Umweltschutzverein Recht und untersagt Ball Packaging die Wiederholung der irreführenden Behauptung.

Bereits im September 2010 hatte der Dosenproduzent irreführende Aussagen zur angeblichen Umweltfreundlichkeit von Getränkedosen zurücknehmen müssen. Damals vertrat das Unternehmen nach einer selbst in Auftrag gegebenen Studie die Meinung, dass Getränkedosen unter ökologischen Gesichtspunkten mit Mehrwegbinden gleichzustellen seien. Später gestand das Unternehmen ein, dass diese Behauptung in der Realität nicht haltbar ist (Az.: 37 O 90/12).

Schlagworte zum Thema:  Recht, Wettbewerbsrecht, Werbung

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