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Wie Neuromarketing helfen kann, die Conversion Rate zu steigern

Das Gehirn des Kunden stand im Mittelpunkt des Neuromarketing Kongresses.
Bild: Haufe Online Redaktion

Unter dem Motto "Virtual & Reality – How to Catch your Customer“ stand die 9. Ausgabe des Neuromarketing-Kongresses in München. Über die Frage, wie sich Vertriebskanäle und Touchpoints vernetzen lassen, sprachen Referenten wie Neurowissenschaftler Prof. Dr. Markus Heinrichs und Sascha Lobo.

Online bleibt der Treiber im Handel. Dennoch tut sich auch stationär so einiges. Immer mehr Online-Pure-Player eröffnen Filialen mit Amazon und Mr. Spex als jüngsten und prominentesten Beispielen. Durch die intelligente Verbindung zwischen realer und virtueller Shoppingwelt schaffen sie es, Kunden ein umfassendes und nahtloses Einkaufserlebnis zu bieten. Der Kongress, der traditionell in der BMW-Welt in München stattfindet, näherte sich diesem Thema aus Neuromarketing-Sicht. Dementsprechend die Experten auf der Bühne.

Der Neurowissenschaftler der Universität Freiburg, Prof. Dr. Markus Heinrichs, sprach über den Faktor Vertrauen und das auch für die Customer Experience so wichtige Glückshormon Oxytocin. Eröffnet hatte den Kongress zuvor Dr. Hans-Georg Häusel, Neuromarketing-Experte und Gründer der Gruppe Nymphenburg, einer auf den Handel spezialisierten Unternehmensberatung. Auch er erklärte den Teilnehmern die Funktion des Denkorgans, welchen Reizen das Gehirn im digitalen Zeitalter ausgesetzt ist und was das für das Marketing bedeutet.

Conversion im Fokus

Egal wo, egal wie, der Handel muss verkaufen. Entsprechend wichtig war das Thema Konversion auf dieser Veranstaltung. Dass diese sich auf mobilen Geräten in letzter Zeit deutlich erhöht hat, haben diverse Studien bereits bewiesen. Ausführlichere Insights über Conversion Rates und mobile Optimierung lieferte Prof. Dr. Christian Hildebrand vom Institute of Management der Universität Genf.

Ein aktuelles Buzzword im Marketing heißt Storytelling. Wie Werbung in Geschichten verpackt dazu beitragen kann, die Conversion Rate zu steigern, zeigte Petra Sammer, COO des Agenturnetzwerks Ketchum. Einen eher kritischen Blick auf die Werbung von heute warf Lukas-Pierre Bessis. Der kreative Kopf der Agentur BBPA erklärte, weshalb aus dem bisherigen Vorgehen "Marketing to people“ heute ein "Marketing for people“ werden muss. (Lesen Sie hier das acquisa-Interview mit Lukas-Pierre Bessis)

Weitere Referenten waren unter anderem André Morys von Web Arts, der die Do’s und Don’ts im E-Commerce erklärte und Florian Büttner, Gründer des Start-ups "Kochhaus“, einem innovativen Lebensmittelhändler aus Berlin.

Abschlussredner war der Internet-Experte und Spiegel-Online-Kolumnist Sascha Lobo. Was auf Unternehmen zukommt, wenn Start-ups mit neuen Technologien in den Markt drängen, erklärte er am Beispiel Snapchat und der Finanzdienstleistungsbranche. So können Nutzer des Chat-Dienstes mit Hilfe von Snapcash Überweisungen tätigen – schneller und deutlich unkomplizierter als klassische Banken dies ihren Kunden bislang ermöglichen.

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Schlagworte zum Thema:  Neuromarketing, Customer Experience, E-Commerce, Handel, Multichannel

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