Mit vollen Tüten machen sich deutsche Konsumenten auf den Heimweg. Bild: Haufe Online Redaktion

Positiv blicken die Deutschen ins Jahr 2018. Das belegt auch der aktuelle Verbrauchervertrauensindex von Nielsen. Demnach findet die Hälfte der Verbraucher, die nächsten Monate seien eine gute Zeit, um sich Dinge zu leisten. Andere Europäer sehen das anders.

Der Verbrauchervertrauensindex des dritten Quartals 2017 liegt bei 102 Punkten. Auch wenn der Wert im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um einen Punkt gesunken ist, liegt der deutsche Index-Wert noch deutlich über den gesamteuropäischen 87 Punkten und auch über dem des Vorjahres (100 Punkte). Der Index basiert auf der Bewertung der Konsumenten zu Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Lage und ihrer Bereitschaft, in den kommenden zwölf Monaten Geld auszugeben. Im dritten Quartal 2017 waren nur die Verbraucher aus Dänemark (115 Punkte), der Türkei (113 Punkte), Polen (104 Punkte) und Irland (103 Punkte) noch zuversichtlicher als jene aus Deutschland.

Das Vertrauen der deutschen Verbraucher sei im dritten Quartal erneut sehr hoch, bestätigt Ingo Schier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen Deutschland. Verbraucher gingen zuversichtlich ins neue Jahr und das werde auch der Handel zu spüren bekommen. Der Index zeigt: Die Kauflaune steigt. Mehr als die Hälfte der Deutschen (56 Prozent) bewertet die eigene finanzielle Lage positiv mit „gut“ oder „sehr gut“. 49 Prozent sind der Ansicht, die kommenden Monate seien eine gute Zeit, um sich Dinge zu leisten. Und zwar auch jene, die nicht nur gebraucht, sondern auch einfach nur gewollt sind.

Deutschland shoppt Kleidung, Technik und Reisen

Dementsprechend wird weniger gespart. Schaue man sich andere europäische Länder an, sei das nicht selbstverständlich, so Schier weiter. Im europäischen Durchschnitt sehen nur 45 Prozent der Verbraucher ihre finanzielle Lage für die Zukunft optimistisch und nur 37 Prozent planen den Kauf von Dingen, die sie benötigen.

Und was wollen die Deutschen kaufen? Kleidung (45 Prozent), der nächste Urlaub (44 Prozent) und Technik (29 Prozent) stehen ganz oben auf der Einkaufsliste. Das Sparschwein zieht dabei den Kürzeren. Im europäischen Durchschnitt spielt das Sparen hingegen eine größere Rolle: 37 Prozent der Europäer sparen lieber als ihr Geld in Urlaub oder Kleidung zu investieren. Deutsche, die an der ein oder anderen Stelle weniger Geld ausgeben wollen, entscheiden sich im Supermarkt für günstigere Marken oder sparen bei Ausgaben für Take-away-Mahlzeiten.

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Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Kaufverhalten

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