Technische Lösungen sorgen für mehr Kundenservice innerhalb der vernetzten Filiale. Bild: Corbis

Im Handel 4.0 schreitet die Vernetzung mit dem Kunden und in der Filiale voran. Welche Trends sich daraus für den Einzelhandel ergeben, hat Detecon untersucht.

Detecon hat die neuesten Entwicklungen im Einzelhandel untersucht und zu einem Trendradar zusammengefasst.

Die wichtigsten Trends im Handel 4.0

Conversational Commerce: Zusätzlich zu klassischen Informationsmedien werden Messenger-Dienste in die Kommunikationsstrategie integriert. Whatsapp, Facebook-Messenger und Co. entfernen sich vom einseitigen Direktmarketing und lassen den Händler mit seinem Kunden in den direkten Dialog treten, was zu einer individuelleren Beratung führt. Die Kombination mit Chatbots ermöglicht einen effizienten Einsatz ohne hohen Personalaufwand.

Vernetzte Filiale: Direkt vor Ort mehr Kundenservice bieten technische Lösungen innerhalb einer vernetzten Filiale. Digitale Preisschilder zum Beispiel verraten nicht nur den Preis eines Produktes, sie bieten außerdem passende Zusatzinformationen und, etwa bei vorliegenden Kundendaten, kundenspezifische Rabatte. Außerdem optimieren sie interne Prozesse, da die Electronic Shelf Labels rasch filialweit ausgetauscht werden können. Genauso effizient sind etwa vernetzte Kassen, womit der Händler in Echtzeit seinen Warendurchfluss misst, und die digitale Erfassung der gesamten Kühlkette, die durch optimales Haltbarkeitsmanagement bessere Produktqualität und zufriedene Kunden ermöglicht. Die Basis für alle diese neuen Lösungen ist Cloud Computing und ein hochverfügbares Netz in der Filiale.

Proximity Marketing: Diese Techniken ermöglichen mit Proximity Marketing auch den nächsten Megatrend. Hierbei wird die Aufmerksamkeit des Kunden direkt am Point of Sale auf spezielle Angebote gelenkt. Datenanalyse, Lokalisations- und Identifikationswerkzeuge verschaffen dem Händler die Informationen, um über Digital Signage und andere Media-Lösungen gezielte, individuelle und tagesaktuelle Kundenansprache zu betreiben.

Mehr: Welche Rolle das Smartphone in der Customer Journey spielt

E-Food & Last Mile Delivery: Um im Wettbewerb mit E-Commerce-Unternehmen erfolgreich zu sein, müssen lokale Einzelhändler auf digitale Vertriebswege setzen. Dabei haben größere Händler bereits einen entscheidenden Vorteil: ein engmaschiges Filialnetz ermöglicht eine schnelle Lieferung, zum Beispiel von Lebensmitteln – oder der Kunde kann sie online bestellen und im Laden abholen (Click & Collect).

Payment: Ob kontaktloses Bezahlen per Karte beziehungsweise Smartphone oder intelligente Warenkörbe, die selbstständig ihren Inhalt registrieren und den Wert berechnen (Smart Shopping Bags): Hier bestehen dank digitaler Technik zahllose Möglichkeiten, Personal zu sparen, den Bargeldfluss zu vermindern und dem Kunden mehr Komfort zu bieten.

Crosschannel-Angebote werden bislang von Kunden kaum genutzt

Experte: Der Siegeszug des E-Commerce beginnt erst

Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Payment, Multichannel

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