Der Erfolg des E-Commerce verändert die Innenstädte. Aber nicht alle gleichermaßen. Bild: Gerhard Giebener/pixelio.de ⁄

Da der Gesamtumsatz im deutschen Einzelhandel nicht im gleichen Maße steigt wie der Marktanteil des E-Commerce, wird der Strukturwandel im (stationären) Handel Tempo aufnehmen. Der große Verlierer ist laut einer Studie der kleine, nicht filialisierte Fachhandel.

Der stationäre Handel in Deutschland befindet sich in einem Strukturwandel, der durch den E-Commerce weiter beschleunigt wird. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die BBE Handelsberatung, Elaboratum New Commerce Consulting und das Deutsche Insititut für Urbanistik erstellt haben.

Während der Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels in den kommenden zehn Jahren - trotz der starken Jahre 2015 und 2016 - voraussichtlich nur wenige Wachstumsimpulse erfahren wird, wird sich der Marktanteil des Onlinehandels von rund zehn Prozent auf 20 Prozent innerhalb der nächsten 10 Jahre voraussichtlich verdoppeln. Und selbst falls sich das Umsatzwachstum des E-Commerce abschwächt, muss der stationäre Handel mit Umsatzverlusten, bestenfalls Umsatzstagnation rechnen.

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Die Folgen des Strukturwandels im (stationären) Handel

Dieser Trend wird, so die Studienautoren, unterschiedliche Auswirkungen auf Innenstädte, Stadtteil- und Ortszentren haben: Besonders ohnehin geschwächte Zentren könnten weiter Marktanteile verlieren, heißt es. Der große Verlierer des Strukturwandels ist demnach der kleine, nicht filialisierte Fachhandel, der besonders in den Klein- und Mittelzentren vertreten ist. Knapp ein Fünftel der Kleinunternehmen des Einzelhandels in Deutschland sollen existenzgefährdet sein.

Großstädte wie Berlin, Frankfurt und Hamburg werden von der Schrumpfung des stationären Handels hingegen weniger betroffen sein.

Die Studie entstand im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie des HDE Handelsverbands Deutschland.

Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Kaufverhalten

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