Die Warenkörbe werden in diesem Jahr zu Weihnachten deutlich voller sein. Bild: Michael Bamberger

Das Weihnachtsgeschäft ist auch für Onlinehändler die wichtigste Zeit der Jahres. Und es soll deutlich wachsen. Seinen Höhepunkt soll der Online-Geschenkekauf dabei am 27. November erreichen.

Der Gesamtumsatz im E-Commerce zu Weihnachten soll im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent zulegen. Er läge dann bei 22,73 Milliarden Euro. Europaweit liegt Deutschland damit auf dem zweiten Rang – nur in Großbritannien wird zu Weihnachten mehr umgesetzt (27,28 Milliarden Euro). Dies ist ein Ergebnis der "Adobe Digital Insights (ADI) Holiday Spending Survey 2016", die auf Basis von 100 Milliarden Visits auf über 700 Einzelhandelswebseiten und der Befragung von mehr als 4. 000 europäischen Konsumenten Vorhersagen für das Online-Weihnachtsgeschäft 2016 trifft.

Seinen Höhepunkt soll der Online-Geschenkekauf am 27. November erreichen. Mit prognostizierten 549 Millionen Euro wird an diesem ersten Adventstag so viel eingekauft wie an keinem anderen Tag des Online-Weihnachtsgeschäfts 2016. Rund vier Wochen vor Heiligabend gibt jeder Deutsche durchschnittlich 7,68 Euro im Internet für den Gabentisch aus. Das ist immerhin 1,9 Mal mehr als an jedem anderen Tag in der Weihnachtssaison.

Online-Kauf wird immer mehr zum Mobile-Kauf

Gut 40 Prozent der Deutschen nehmen sich in diesem Jahr vor, sämtliche Weihnachtsgeschenke online einzukaufen (Großbritannien: 51 Prozent, Frankreich: 42 Prozent). Ein guter Preis ist für 50 Prozent die Hauptmotivation, die Präsente im Internet zu kaufen (GB: 64 Prozent, F: 60 Prozent). Aber auch die große Produktvielfalt der Webshops (D: 39 Prozent, GB: 30 Prozent, F: 33 Prozent), der stressfreie Einkauf ohne Gedrängel und überfüllte Straßen (D: 35 Prozent, GB: 18 Prozent, F: 31 Prozent) sowie die Möglichkeit, vom Arbeitsplatz aus einkaufen zu können (D: 12 Prozent, GB: 8 Prozent, F: 7 Prozent) überzeugen.

Der mobile Anteil am E-Commerce steigt in Deutschland zur Weihnachtszeit auf rund ein Viertel. Smartphones machen dabei 14 Prozent, Tablets zehn Prozent aus. Ein Grund für die gesteigerte Mobile-Begeisterung: Rund ein Viertel (23 Prozent) ist der festen Überzeugung, Online-Shopping sei übers Smartphone wesentlich einfacher geworden. Vor allem die Mobile-Optimierung der Shops hat sich aus ihrer Sicht stark verbessert (56 Prozent), aber auch Apps (45 Prozent) und Geräte mit größerem Screen (38 Prozent) tragen dazu bei, dass der Weihnachtseinkauf zunehmend mobil wird.

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