Viele kleine Optimierungs-Sprints sind besser als der komplette Neubau eine Online-Shops alle paar Jahre. Bild: Pixabay

Der E-Commerce ist hoch dynamisch. Der Glaube, mit einer komplett neuen E-Commerce-Plattform für die kommenden vier oder fünf Jahre dauerhaft gut aufgestellt zu sein, ist, mit Verlaub, blauäugig – egal, wie gut der Shop gemessen an den aktuellen Herausforderungen auch sein mag.

Die Anforderungen an einen Online-Shop in Bereichen wie Backend, Frontend, Check-out, Marketing, Storytelling und vielem mehr verändern sich viel eher im Quartals- oder Halb-Jahres-Rhythmus als in Zwei- oder Drei-Jahres-Schritten. Das zeigt die Praxis. Wir halten es daher für effizient, gemeinsam mit unseren Anwendern auf diese durchaus spannende und herausfordernde Dynamik im E-Commerce agil und beweglich mit vielen kleinen, regelmäßigen Optimierungen an diversen Stellschrauben in Sprintgeschwindigkeit zu reagieren. Das ist viel zeitgemäßer, als mit langen Marathonläufen in Form von kompletten Shop-Neubauten den Entwicklungen am Markt hinterher zu hecheln.

Shop-Optimierung: Messbare Effizienzsteigerung im Fokus 

Wenn ein Online-Händler Veränderungen an seiner E-Commerce-Plattform vornehmen lässt, hat er stets das Ziel, besser zu werden. Das ist selbstverständlich. Aber was bedeutet das eigentlich? Besser zu werden, heißt im E-Commerce, effizienter zu werden. Das führt dann letztlich zu mehr Umsatz und Gewinn. Das ist das große Bild. In der täglichen, manchmal kleinteiligen Praxis lautet die Aufgabe, unter den zahlreichen Funktionalitäten innerhalb der eigenen Prozessketten detailliert und zielgenau die Bestandteile zu identifizieren, die optimierbar sind.

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Dabei kann jeder Shopbetreiber gern auf die großen Player schauen. Deren Erfolg spricht unbestritten für sich. Eine gänzlich unkritische Übernahme von vermeintlichen Best-Practice-Elementen der Zalandos, Ottos oder Amazons ist jedoch alles andere als ratsam. Eine Orientierung an Amazon & Co ist einerseits nur dann sinnvoll, wenn man auch in der Lage ist, das bei den großen Marktführern Gesehene auf den eigenen Business Case zu transportieren. Daneben ist weiterhin entscheidend, genau solche Maßnahmen ins Auge zu fassen, die zum eigenen Shop und zur eigenen Marke wirklich passen und potenziell gewinnbringend sind.

Analytics ist die Grundlage für Optimierung im E-Commerce

Grundlage für konkrete Maßnahmen zur Shop-Verbesserung sollten deswegen auch stets Messergebnisse aus den Analytics sein. Mit Analytics identifizieren wir objektiv Schwachstellen im System. Mit nachprüfbaren Messergebnissen wird nach der jeweiligen Maßnahme transparent, ob Änderungen tatsächlich Verbesserungen waren. Diese Transparenz hilft allen Beteiligten enorm.

Dass der E-Commerce eine Hochgeschwindigkeitsbranche ist, wurde bereits gesagt. Der komplette Re-Launch eines Shops dauert zwischen neun, zwölf oder mehr Monate. Solche Projektlaufzeiten halten allerdings in den allermeisten Fällen nicht mit der Geschwindigkeit der Marktentwicklungen Schritt. Zum Zeitpunkt des Re-Launchs könnte der der Kunde schon wieder ein ganzes Stück weiter sein.

Geschwindigkeit entscheidet

Die Lehre lautet: speed matters! Die Lösung sind Sprints, die gemessene Defizite innerhalb von 14 Tagen in klar definierten Teilprojekten messbar und effizient beseitigen. Auf diese Weise bleibt der Hase viel eher auf Augenhöhe mit dem Igel. Das Prinzip der Shop-Verbesserung in Teilschritten bietet den Betreibern von E-Commerce-Plattformen greifbare unternehmerische Vorteile bezüglich Investitionssicherheit und Risikomanagement. Gegenüber einem kompletten Re-Launch werden mit schrittweisen Teiloptimierungen Investitionen aus der Vergangenheit nicht komplett in die berühmt-berüchtigte Tonne geworfen, sondern mit klugen Einzelschritten prinzipiell erhalten und zukunftsfähig gemacht.

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Darüber hinaus sind klar definierte kleine Teilprojekte zur Shop-Optimierung gegenüber Mammut-Projekten wie einem kompletten Re-Launch mit deutlich weniger Risiken behaftet, in ihren Investitionsvolumina überschaubarer, deutlich schneller umsetzbar und in der Erfolgskontrolle wesentlich transparenter. Greif- und messbare Ergebnisse liegen innerhalb kurzer Zeit statt erst nach Monaten oder gar Jahresfrist vor. das ist gerade für mittelständische Händler wichtig, die nicht über gewaltige Investitionsmittel verfügen. Sie bedeuten schlicht und ergreifend weniger Risiko und mehr Effizienz.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Online-Shop, Shop-Betreiber

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