24.05.2016 | E-Commerce Mode

Neue Klamotten? Erst mal bei H&M und C&A gucken

Geht es um Mode, setzen viele Kunden auf den direkten Einkauf bei Vertikalisten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Im E-Commerce können im Segment Mode sogenannte Vertikalisten, die vom Design über die Produktion bis zum Verkauf alles aus einer Hand bieten – zum Beispiel H&M, C&A oder Adler – im Vergleich zu Händlern wie Zalando punkten. So steuern etwa 80 Prozent der Adler-Kunden den Online-Shop des Anbieters direkt an, ohne vorher woanders zu suchen. Das zeigt die Studie "Fashion Future – Wie Vertikalisten und Digital Champions den traditionellen Modehandel in die Zange nehmen".

Auch H&M und C&A verbuchen mit 76 Prozent einen hohen Anteil von Direktkäufern, Ernsting´s Family landet bei 71 Prozent. Allein Zara landet mit 50 Prozent Direktkäufern im hinteren Feld. Diese Zahlen nennt die Studie "Fashion Future" von IFH Köln, Elaboratum und BBE Handelsberatung. Grund für die Zurückhaltung bei Zara könnte demnach sein, dass die Marke als teurer wahrgenommen wird als die anderen, so dass sich Kunden vorher absichern wollen, dass Zara auch wirklich das beste Angebot hat, meinen die Studienautoren.

Mode: Vertikalisten gelten als Alleskönner

Viele Kunden begreifen laut Studie die Vertikalisten als Alleskönner, die vor allem aufgesucht werden, wenn ein konkretes Kleidungsstück (31 Prozent) oder ein ganzes Outfit gekauft werden soll (30 Prozent). Händler wie Zalando oder Hersteller gelten demgegenüber als Spezialisten, die nur bei besonderen Anlässen die erste Wahl sind.

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"Traditionellen Händlern fehlt aus Kundensicht häufig ein klares Profil", so Dr. Eva Stüber, Leiterin Research und Consulting am IFH Köln. "Die großen Trends im Fashion-Handel – Digitalisierung und Vertikalisierung – eröffnen den Anbietern neue Möglichkeiten, sich stärker im Bewusstsein der Kunden zu positionieren und um die Wertschöpfung zu verlängern." Ein wichtiges Instrument sei dabei eine gute Eigenmarkenstrategie.


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Verkauf

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