Vor allem Modeartikel werden vorwiegend von mobilen Endgeräten aus bestellt. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Modebewusste Frauen (und sicher auch ein paar Männer) kaufen mittlerweile bevorzugt über Smartphone oder Tablet ein. 54 Prozent des Traffics und 42 Prozent aller Käufe kommen bei Fashion-Webshops, der umsatzstärksten E-Commerce-Branche, mittlerweile über mobile Endgeräte. Damit legt der Anteil der Verkäufe via Smartphone und Tablet innerhalb eines Jahres um 56 Prozent zu.

Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle E-Commerce-Branchenindex von intelliAd für das zweite Quartal 2017. Für die Erhebung untersuchte das Technologieunternehmen über 1,8 Millionen Online-Käufe in den Branchen Apotheken, Bücher, Digitaldruck, Elektronik, Haus& Garten, Kosmetik und Mode im Zeitraum vom April bis Juni 2017.

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Mobiler Traffic steigt um mehr als 50 Prozent

Nicht nur bei Textilien, Schuhen & Co. steigt die Nutzung von Smartphone und Tablet. Erstmals in der Geschichte des Branchenindex, der seit Anfang 2016 erhoben wird, steigt der mobile Traffic in vier der sieben erhobenen Branchen mehr als 50 Prozent: Dazu gehören neben Mode auch die Segmente Kosmetik, Bücher sowie Digitaldruck. Gegenläufig zur verstärkten Nutzung mobiler Devices gingen allerdings die durchschnittlichen Ausgaben pro Einkauf zurück. Bei den Fashion-Shops lagen im zweiten Quartal 2017 Produkte im Wert von 119 Euro im Warenkorb. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 144 Euro. 

Mobiler Spitzenreiter Sportbekleidung

Bei Kosmetikartikeln, ebenfalls ein Liebling der Mobile Shopper, liegen Traffic und Sales (54 bzw. 41 Prozent) nahezu gleichauf mit der Mode. In der Elektronikbranche, dem Segment mit den teuersten Warenkörben, stieg der Mobile Traffic von 19 auf 25 Prozent, bei Büchern von 41 auf 51 Prozent. Immerhin 35 Prozent kauften auch über Smartphone und Tablet Lesestoff. Spitzenreiter bei den Verkäufen über mobile Endgeräte ist die Sportbekleidung: Hier hat sich der Anteil der mobilen Käufe innerhalb eines Jahres von 29 auf 44 Prozent gesteigert. Weit über die Hälfte des Traffics (58 Prozent) läuft hier mobil.

Online-Apotheken brauchen kaum Suchmaschinenwerbung

Den prozentual höchsten Anteil ihres Warenkorbs müssen Firmen aus der Digitaldruck-Branche in Suchmaschinenwerbung (SEA) investieren: Mehr als ein Drittel oder 13 von 36 Euro geben die Anbieter für SEA aus, die Fotos, Fotobücher, Tassen und vieles mehr bedrucken. Die Modebranche lässt hingegen im Schnitt nur 5 Prozent ihres Warenkorbs bei Google, Bing & Co. Am günstigsten kommen Online-Apotheken weg: für 52 Euro Warenkorbwert müssen Sie lediglich 1 Euro veranschlagen. Wer bei Online-Apotheken kauft, weiß anscheinend ziemlich genau, was er benötigt. Denn mit 9,4 Prozent liegt die Conversion Rate dieses Segments doppelt so hoch wie der Branchen-Durchschnitt.

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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Kaufverhalten, Handel, Mobile, Mobile Commerce

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