Der Mittelstand kommt in Sachen E-Commerce nur sehr langsam aus den Startblöcken. Bild: Comstock Images, a division of JupiterImages Corporation

E-Commerce spielt für weite Teile des Mittelstands weiterhin keine Rolle. Das geht aus einer Studie der Kfw hervor. Vorreiter in Sachen Onlinevertrieb sind, wie so oft, die Jungen.

Etwa 153 Milliarden Euro Umsatz wurden im Jahr 2015 im Mittelstand über Onlinevertriebswege erzielt. Das waren nur vier Prozent der Gesamtumsätze des Mittelstands in dem Jahr. Das zeigt eine repräsentative Studie von Kfw Research auf Basis des Kfw-Mittelstandspanels.

Dabei erzielen nur rund 16 Prozent aller KMU überhaupt Umsätze per E-Commerce. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass 84 Prozent der Firmen gar keine Onlinevertriebswege nutzen. Sofern ein Unternehmen E-Commerce-Umsätze generiert, ist der Beitrag zum Gesamtumsatz mit durchschnittlich 20 Prozent durchaus relevant.

E-Commerce im Mittelstand: Noch wenige Vorreiter

Bei rund jeder sechsten Firma mit Onlinevertrieb spielt der Onlineumsatz bereits eine tragende Rolle (Beitrag zum Gesamtumsatz mehr als 50 Prozent). Ausschließlich über E-Commerce erzielen sieben Prozent der "Onliner" ihre Umsätze. Diese relativ kleine Gruppe (weniger als ein Prozent aller Unternehmen) erzielt allein ein Drittel aller mittelständischen E-Commerce-Umsätze.

Der weit überwiegende Teil der digitalen Umsätze des Mittelstands wird derzeit nach Schätzungen von Kfw Research mit 144 Milliarden Euro im B2B-Geschäft generiert. Komponentenzulieferungen im Maschinen- und Fahrzeugbau spielen dabei die wesentliche Rolle. Im direkten Endverbrauchergeschäft erwirtschaften alle deutschen Mittelständler zusammen via E-Commerce lediglich neun Milliarden Euro.

Die Kfw-Analyse zeigt darüber hinaus auch: Je neuer ein Unternehmen am Markt ist und je jünger der Inhaber, desto größere Bedeutung hat der E-Commerce für den Umsatz.

Mittelstand will Digitalisierung alleine stemmen

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Mittelstand, Vertrieb

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