Was nicht passt oder gefällt, wird zurückgeschickt. Die Retourenquote wollen Händler nun aber senken. Bild: Michael Bamberger

Die Retourenquoten im E-Commerce bleiben hoch. Dadurch entstehen Onlinehändlern hohe Kosten. Laut einer EHI-Studie wollen die Händler dieses Problem nun angehen.

Bei über der Hälfte der Befragten liegt die Retourenquote laut Studie "Versand und Retourenmanagement im E-Commerce 2016“ bei bis zu zehn Prozent. Jeweils rund zehn Prozent weisen eine Quote von bis zu 20, 30 oder gar 50 Prozent auf. Drei Prozent erhalten sogar 60 Prozent ihrer Waren wieder zurück. Besonders der Mode- und Accessoire-Handel hat damit zu kämpfen.

Retouren kommen Händler teuer zu stehen. Im Durchschnitt fallen für jeden zurückgeschickten Artikel Kosten von rund zehn Euro an. Manche Händler müssen sogar bis zu 50 Euro pro Artikel hinlegen. Um die Retourenquote zu senken, plant ein Großteil der Händler (80 Prozent), Produktinformationen im Onlineshop detaillierter darzustellen. Wie Erklärvideos zur Senkung der Retourenquote beitragen können, lesen Sie hier.

Lieferung: Es soll noch schneller werden

Die Liefergeschwindigkeit ist bei vielen Händlern hoch. Mehr als 60 Prozent können innerhalb von 24 Stunden oder schneller liefern. Und es soll noch schneller werden: 36 Prozent wollen innerhalb der nächsten drei Jahre Same-Day-Delivery anbieten. Momentan bieten erst zehn Prozent der Händler diesen Service. Zwölf Prozent streben sogar Lieferzeiten von ein bis zwei Stunden an, aktuell schaffen dies erst drei Prozent. Damit solch schnelle Lieferzeiten möglich werden, nennen 72 Prozent ein geeignetes Warenwirtschaftssystem, das mit dem des Onlineshops eng verknüpft ist.

Für die Studie wurden 112 Onlinehändler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Zustellung

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