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Jeder dritte Onlinehändler arbeitet mit Payment-Service-Providern

Von der Zusammenarbeit mit PSP profitieren Händler: Ihre Kunden sind zufriedener, Kaufabbrüche werden seltener.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Laut einer aktuellen ECC-Payment-Studie arbeitet beinahe jeder dritte Onlinehändler mit einem Payment-Service-Provider. Dies gilt insbesondere für jene, mit weniger als fünf Jahren Erfahrung im E-Commerce. Auch vorgefertigte Bezahllösungen werden gerne genutzt.

Payment-Service-Provider (PSP), die bei der Integration von Zahlungsverfahren helfen und zum Teil auch das Risikomanagement übernehmen, sind demnach für viele Händler interessant. Neben dem Drittel, das bereits damit arbeitet, sagen weitere 35 Prozent, sie könnten sich eine Zusammenarbeit entweder vorstellen oder planten diese bereits. Unternehmen, die weniger als fünf Jahre Erfahrung im E-Commerce mitbrächten, würden überdurchschnittlich oft einen entsprechenden Provider nutzen, sagt Prof. Malte Krüger, der die Studie gemeinsam mit dem ECC Köln durchgeführt hat.

Auch vorgefertigte Bezahllösungen wie der Klarna Checkout oder Paypal Plus sind aus Händlersicht interessant. Damit können sie aus einer definierten Auswahl an Zahlungsverfahren wählen, wobei meist auch Zahlungsabwicklung und Zahlungsgarantie mit angeboten werden. Diese Lösungen werden aktuell von jedem dritten Onlinehändler genutzt.

Payment-Service-Provider: Hohe Kundenzufriedenheit, weniger Kaufabbrüche

Die Befragten sehen die Vorteile einer Zusammenarbeit mit PSP darin, dass Zahlungsverfahren mit relativ wenig Aufwand in den Onlineshop integriert werden können (65 Prozent). Sie berichten von einer höheren Kundenzufriedenheit (58 Prozent), weniger Kaufabbrüchen (48 Prozent) und Zahlungsausfällen (47 Prozent). Gleiches gilt auch für vorgefertigte Bezahllösungen. Weitere genannte Vorteile: Entlastung der Buchhaltung, einfachere Backoffice-Prozesse und die Möglichkeit, lokale Zahlungsverfahren zu nutzen. Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln, rät Händlern zudem, neue Bezahlverfahren im Auge zu behalten und zu testen. Auch wenn dies zunächst aufwändig erscheine, sei es eine gute Alternative zur Eigenentwicklung.

Bei Rechnung und Lastschrift setzen die Befragten – sofern sie mit einem Dienstleister zusammenarbeiten oder dies planen – aktuell insbesondere auf den Paypal-Service Billsafe. Jeweils etwas mehr als vier von zehn Onlinehändlern nutzen in puncto Rechnung beziehungsweise Lastschrift die Dienste von Billsafe. Auf Klarna setzen beim Rechnungskauf knapp 23 Prozent der Befragten und bei der Lastschrift rund zwölf Prozent. Klarna ist zudem beim Ratenkauf mit 39 Prozent der meistgenutzte Dienstleister.

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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Payment, Kundenbindung, Versandhandel

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