| HDE-Online-Monitor 2016

E-Commerce bleibt Wachstumstreiber des Einzelhandels

Nicht alle Waren landen gleich häufig in den virtuellen Warenkörben. Gerne werden Schmuck und Sportartikel online gekauft.
Bild: Haufe Online Redaktion

Für 2016 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit einem Umsatzvolumen von 44 Milliarden Euro im E-Commerce. Das entspricht einem Wachstum von elf Prozent. Damit ist der Onlinehandel weiterhin der Wachstumstreiber des gesamten Einzelhandels. 

Dass der Onlinehandel weiterhin Wachstumstreiber des Einzelhandels ist, zeigt ein Blick auf die Entwicklung im Nonfood-Markt. Demnach wuchs der Handel mit Nicht-Lebensmitteln im Internet im vergangenen Jahr um neun Prozent, während der gleiche Bereich im stationären Handel nur ein Plus von 0,2 Prozent verzeichnen konnte. Ähnlich das Bild bei der Zahl der Nonfood-Käufe: Online stieg diese Zahl um über zehn Prozent, offline fiel sie um beinahe ein Prozent.

Einen Boom verzeichnet der Onlinehandel rund die persönliche Ausstattung und Freizeitaktivitäten. Um immerhin 25 Prozent stiegen die Umsätze mit Uhren und Schmuck, Sportartikeln und DIY-Produkten. Und auch Segmente, die bisher als wenig online-affin galten, wie beispielsweise der Möbelhandel, wächst deutlich.

Lebensmittel werden (weiterhin) selten online gekauft

Interessant ist auch, dass immer mehr Kunden sich bei ihrer Recherche auf einen einzigen Kanal verlassen. So haben die Onlinekäufe, denen eine ausschließliche Onlinerecherche vorausging, um knapp neun Prozent zugenommen.

Während Onlineshopping heute grundsätzlich zum Alltag gehört, gilt dies (noch) nicht für Lebensmittel und andere Produkte aus dem Bereich FMCG. Lediglich 1,1 Prozent der Gesamtausgaben werden hierbei im Internet getätigt. Schaut man sich die einzelnen Warengruppen an, zeigt sich jedoch ein langsamer Wandel. So liegt beispielsweise der Anteil der Ausgaben bei Körperpflegeprodukten bereits deutlich höher als bei Lebensmitteln. 


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Handel

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