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Amazon darf Prime nicht mehr mit "kostenlos testen" bewerben

Nicht mehr "kostenlos testen": Amazon muss wohl seinen Werbeclaim für den Dienst Prime ändern.
Bild: Michael Bamberger

Eine vom Verbraucher Service Bayern (VSB) im Juni beantragte Einstweilige Verfügung gegen Amazon hat das Landgericht München nun bestätigt. Die Verbraucherschützer hatten dem Online-Händler vorgeworfen, mit dem Angebot für Amazon-Prime „jetzt kostenlos testen“ gegen die Button-Lösung zu verstoßen.

Der Verbraucher Service Bayern monierte das Vorgehen von Amazon, weil aus dem Angebot nicht hervorgehe, dass eine langfristige Mitgliedschaft bei Amazon Prime kostenpflichtig ist. Genau darum geht es aber bei der sogenannten Button-Lösung, mit der der Gesetzgeber gegen versteckte Kostenfallen im Internet vorgehen will. Nun muss der Online-Riese den Abschluss über eine Schaltfläche anbieten, aus der eindeutig hervorgeht, dass für die Mitgliedschaft eine Gebühr anfällt. Nach dem Beschluss des Gerichts gilt dies auch dann, wenn der erste Monat der Mitgliedschaft kostenfrei ist und erst danach Gebühren anfallen.

Wird das Urteil rechtskräftig, hätte dies positive Auswirkungen für die Verbraucher: Alle, die ihre Amazon-Prime-Mitgliedschaft noch über den alten „jetzt kostenlos testen“-Button bestellt haben, wären dann nicht mehr verpflichtet, die Jahresgebühr in Höhe von 29 Euro zu bezahlen. (Az. 33 O 12678/13).

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Button-Lösung, Wettbewerbsrecht, Werbung

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