04.05.2012 | E-Commerce

AGB interessieren nur Wenige

Fast ein Viertel der User ignoriert die AGB.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Nur eine Minderheit der Internetnutzer liest die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Anbietern. Dies geht aus einer Befragung des Hightech-Verbands Bitkom hervor. Ein Grund dafür ist offenbar die Komplexität der Texte.

Demnach liest nur jeder Fünfte (22 Prozent) mehr oder weniger regelmäßig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter. Lediglich sechs Prozent lesen sie „immer“ und 16 Prozent zumindest „manchmal“. Ganze 23 Prozent räumen ein, überhaupt keinen Blick darauf zu werfen. Damit sieht der Verband seine Vermutungen bestätigt. Es sei aber, so Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf, auch nur allzu verständlich, dass man sich als Kunde nicht durch einen oft seitenlangen, schwierigen Paragraphendschungel quälen wolle. 22 Prozent der Internetnutzer geben zu, die Texte nicht immer zu verstehen, insgesamt wünschen sich 53 Prozent der Befragten verständlichere Formulierungen. Das Dilemma liege darin, dass Unternehmen die AGB so formulieren müssten, dass sie juristisch optimal aufgestellt seien, erklärt Kempf. Anbieter sollten sich deshalb überlegen, ob wichtige Themen – ergänzend zu den juristischen Formulierungen -  nicht noch einmal verständlich aufbereitet präsentiert werden sollten. Für die Studie waren mehr 1.300 Personen ab 14 Jahren, darunter 1.000 Internetnutzer, in Deutschland befragt worden. (sas)

Schlagworte zum Thema:  Versandhandel, Handel, E-Commerce

Aktuell

Meistgelesen