02.07.2014 | E-Commerce

Adidas kippt Verbot für Online-Vertrieb

Der Sportartikelhersteller Adidas lockert seine Restriktionen in Sachen Online-vertrieb für die Händler.
Bild: adidas Group

Adidas ändert auf Betreiben des Bundeskartellamts seine Strategie, Händlern den Verkauf seiner Produkte über Online-Shops und Online-Marktplätze zu verbieten.

Bislang hatte Adidas Händlern untersagt, seine Produkte auf Online-Marktplätzen wie Amazon oder Ebay zu verkaufen. Wegen dieser restriktiven Vorgaben hatte das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen den Sportartikelhersteller wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht betrieben. Dieses werde nun eingestellt, teilte das Bundeskartellamt mit

Die Maßnahmen von Adidas waren in der Vergangenheit umstritten. Ziel des Unternehmens war es nach eigenen Angaben sicherzustellen, dass die Produkte in einer markenkonformen Umgebung angeboten wurden. Auch andere Markenhersteller verfahren auf diese Weise. "Selbstverständlich dürfen Hersteller bei der Auswahl ihrer Händler bestimmte Qualitätsanforderungen stellen. Nach europäischem wie deutschem Kartellrecht ist es aber nicht erlaubt, wesentliche Vertriebskanäle wie den Online-Handel weitgehend auszuschalten", erklärt Andreas Mundt, Chef des Bundeskartellamts.

Vermutlich wird die Entscheidung von Adidas Folgen für die Politik anderer Markenhersteller haben. 

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Online-Shop, Handel, Wettbewerbsrecht, Vertrieb

Aktuell

Meistgelesen