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Die Mehrheit der Internetnutzer achtet kaum auf AGBs

Viele User schauen bei AGBs nicht genau hin.
Bild: Haufe Online Redaktion

In der digitalen Welt sind AGBs mit einem Klick schnell bestätigt. Deshalb verwundert es auch nicht, dass nur 16 Prozent der Deutschen diese wirklich lesen. Die Mehrheit stimmt mehr oder weniger ungelesen zu.

53 Prozent der Internetnutzer geben laut einer Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes an, den AGBs beim Einkauf im Internet oder beim Installieren einer App immer oder meistens zuzustimmen, ohne sie wirklich gelesen zu haben – 27 Prozent tun dies sogar immer bzw. fast immer. 16 Prozent der Internetnutzer geben an, nur gelegentlich den AGBs ungesehen zuzustimmen, 12 Prozent tun dies selten. Wirklich immer gelesen werden die AGBs von 16 Prozent der Befragten.

Je jünger die befragten Internetnutzer sind, umso mehr neigen sie dazu, den AGBs in der Regel ungelesen zuzustimmen. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 76 Prozent, in der Altersgruppe ab 60 Jahren bei 27 Prozent.

Im Geschlechtervergleich zeigt sich, dass weibliche Internetnutzer etwas mehr Sorgfalt an den Tag legen als Männer: 49 Prozent von ihnen lesen sich die AGBs beim Einkauf im Internet oder bei einer App-Installierung immer bzw. meistens nicht richtig durch (Männer: 56 Prozent).

Die Ursache für das Nichtlesen der AGBs ist aus Verbrauchersicht vor allem deren Länge oder Komplexität: 72 Prozent der Internetnutzer, die hin und wieder AGBs ungesehen zustimmen, geben diese Begründungen an. Vertrauen in den jeweiligen Anbieter folgt als Begründung mit 34 Prozent.

TNS Emnid hatte für die Studie 1.000 Bundesbürger telefonisch befragt. Grundgesamtheit ist die deutschsprachige Bevölkerung ab 18 Jahren in Privathaushalten.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Mobile Marketing

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