31.10.2012 | Mobile

Datenschutzbedenken halten Kunden vom Umstieg auf Smartphones ab

Wegen Sicherheitsbedenken finden viele Kunden den Weg nicht zum Smartphonehändler.
Bild: Haufe Online Redaktion

Viele Verbraucher verzichten auf die Nutzung eines Smartphones oder laden bewusst keine Apps herunter, weil sie kein Vertrauen in deren Sicherheit haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, die von der Unterarbeitsgruppe „Mobile Sicherheit“ des Nationalen IT-Gipfels in Berlin vorgelegt wurde.

Die von TNS Emnid durchgeführte Umfrage verdeutlicht, dass ein Großteil der Verbraucher erwartet, dass die mobilen Geräte bereits im Kaufzustand sicher und alle Daten geschützt sind. Zwar wären viele der gut 4.000 befragten Verbraucher bereit, für umfassende Sicherheitseinstellungen mehr zu zahlen. Allerdings sind 95 Prozent derer, die nicht zu Mehrausgaben bereit sind, der Ansicht, dass Smartphones bereits ab Werk die notwendige Sicherheitsausstattung aufweisen müssen. Von den Befragten verfügten gut 1.100 über ein Smartphone.

86 Prozent der Befragten halten Sicherheit und Datenschutz für wichtig bis sehr wichtig, für 45 Prozent sind sie ein wesentliches Kriterium bei der Kaufentscheidung. Über ein Drittel derer, die kein Smartphone nutzen, nennen fehlendes Vertrauen als Grund für die Nichtnutzung. 80 Prozent der Befragten geben an, wegen Sicherheitsbedenken auf bestimmte Anwendungen zu verzichten. Weitere Faktoren der Kaufentscheidung sind Display und Preis. Die Marke rangiert in dieser Umfrage nur auf Platz vier (33 Prozent).

Die befragten Smartphone-Besitzer nutzen vor allem vier Dienste: Soziale Netzwerke, Messaging-Dienste, Locations Based Services und Foto bzw. Bilderdienste. Nur ein Teil nutzt bisher das Handy für mobile Bankgeschäfte (15 Prozent) oder mobiles Bezahlen (neun Prozent). Als Hauptgrund werden Zweifel an der Sicherheit genannt. Zwei Drittel lehnen den Zugriff Dritter auf ihr Smartphone generell ab, der Rest der Nutzer will dies nur dann gestatten, wenn er zuvor ausdrücklich zugestimmt hat. Deutlich erkennbar ist auch der Wunsch nach mehr Transparenz: 87 Prozent der Befragten wollen vor der Installation einer App wissen, auf welche konkreten Daten die Anbieter sowie Dritte zugreifen. Auch bei der Nutzerfreundlichkeit von Smartphones und ihren Anwendungen haben die Anbieter Nachbesserungsbedarf: So gibt fast ein Drittel der Nichtnutzer an, die Technik sei zu kompliziert.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Mobile Marketing, Mediennutzung

Aktuell

Meistgelesen