18.07.2012 | Datenschutz

Amerikaner reagieren zunehmend kritisch

Auch in den USA wird zielgruppenspezifische Werbung inzwischen kritisch beäugt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bislang galten US-Amerikaner als wenig kritisch beim Thema Datenschutz. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Harris Interactive im Auftrag des Online-Providers Truste hat nun ergeben, dass sie wachsamer im Umgang mit ihren Daten werden. Vor allem dann, wenn es um zielgruppenspezifische Werbung geht.

Demnach haben 69 Prozent der 1.000 befragten US-Amerikaner das Vertrauen in Anbieter, Websites oder Applikationen verloren. 76 Prozent wollen Unternehmen künftig deshalb untersagen, ihre persönlichen Daten an Dritte weiterzugeben – eine Steigerung von immerhin 67 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Entgegen der hierzulande herrschenden Meinung, ist ihnen ihre Privatsphäre durchaus wichtig: Für 94 Prozent steht sie sogar an erster Stelle. Die Hälfte der Befragten (49 Prozent) sieht die Verantwortung für den Datenschutz in den eigenen Händen, nur 35 Prozent vertreten die Meinung, dass dies primär die Aufgabe der Sozialen Netzwerke sei.

Zunehmend kritisch beurteilen sie auch die Themen Targeting und Mobile. 58 Prozent der Befragten lehnen zielgruppenspezifische Werbemaßnahmen ab. Auch hier ist die Quote im Laufe des letzten Jahres mit 27 Prozent drastisch angestiegen. 85 Prozent laden nur solche Apps herunter, die sie als sicher erachten und 62 Prozent fürchten sich davor, werbende Unternehmen könnten ihre mobilen Aktivitäten verfolgen. Mehr als 90 Prozent lehnen es daher ab, Details wie die eigene Telefonnummer, Standort oder das Adressbuch mit ihnen zu teilen.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Mobile Marketing, Online-Marketing

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