30.09.2015 | Daten

Mehrheit für Lockerung der Zweckbindung

In Sachen Datenanalyse sind den Unternehmen teilweise die Hände gebunden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Auswertung von Daten wird für Unternehmen immer wichtiger. Doch sie stoßen an rechtliche Grenzen. Eine aktuelle Studie zeigt, wie die IT das Thema Big Data bzw. Analytics einschätzt.

Mehr als die Hälfte der IT-Entscheider in deutschen Unternehmen sprechen sich für eine Lockerung der Zweckbindung von personenbezogenen Daten aus. Ihr Ziel ist es, auf Basis der daraus gewonnenen Informationen fundierte Entscheidungen zu treffen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter IT-Entscheidern im Rahmen der Potenzialanalyse "Digital Security" von Sopra Steria Consulting.

Über ein Drittel der Befragten ist im Gegenzug bereit, mehr in Prozesse und Softwareprogramme zu investieren, um Daten flexibel auswerten zu können und die IT-Sicherheits- und Datenschutzanforderungen gleichermaßen zu erfüllen. 16 Prozent wollen dagegen eine Lockerung, ohne weitere IT-Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Nur knapp die Hälfte spricht sich für die Beibehaltung der Zweckbindung aus, auch wenn das bedeutet, dass die eine oder andere Auswertung nicht durchgeführt werden kann.

Zweckbindung verhindert Analysen

Besonders hoch ist die Zahl der Befürworter im verarbeitenden Gewerbe. Dort wollen mehr als zwei Drittel die bestehende Regelung aufweichen. Das ist auffällig, da es bei der Digitalisierung der Industrie in erster Linie um die Auswertung von Maschinendaten geht und nicht um personenbezogene Daten. Anders sieht es im datensensiblen Finanzsektor aus. Über zwei Drittel der IT-Entscheider der Branche wollen an der bisherigen Gesetzeslage festhalten.

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Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Big Data, Analytics, Database

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