11.03.2014 | Top-Thema Das neue Widerrufsrecht

Widerrufsrecht: Rückabwicklung innerhalb von 14 Tagen

Kapitel
Mit der neuen Regelung werden Retouren für die Kunden kostenpflichtig.
Bild: image club graphics, inc.

Die Rechtsfolgen des Widerrufs bleiben weitgehend unverändert. Neu ist, dass die Rückabwicklung grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen zu erfolgen hat, dem Verbraucher also innerhalb dieser Zeit der gezahlte Kaufpreis zu erstatten ist.

 Allerdings sieht das Gesetz ein Zurückbehaltungsrecht des Unternehmers vor, bis er die Ware zurückerhalten oder einen Beleg für den Rückversand erhalten hat.

Zahlungsmittel

Grundsätzlich hat der Unternehmer für die Rückzahlung dasselbe Zahlungsmittel zu verwenden, welches der Verbraucher bei der Zahlung verwendet hat. Da dieselbe Art der Rückerstattung zumindest bei Lastschriften oder der Zahlung per Nachnahme schwierig sein dürfte, empfiehlt es sich, das zur Rückerstattung zu verwendende Zahlungsmittel in den AGB ausdrücklich zu vereinbaren.


Hin- und Rücksendekosten

Wie bisher hat der Unternehmer dem Verbraucher im Falle des Widerrufs auch die Versandkosten zu erstatten. Hat der Verbraucher explizit eine Lieferart verlangt, deren Kosten über die der Standardlieferung hinausgehen (z.B. einen teureren Expressversand), kann der Verbraucher allerdings nur einen Betrag in Höhe der Standardlieferung verlangen. Einen darüber hinausgehenden Betrag kann, muss der Unternehmer aber nicht zurückzahlen.

Dem Verbraucher können zudem nunmehr unabhängig vom Wert der Ware die Rücksendekosten auferlegt werden. Dies gilt allerdings nur, sofern der Unternehmer ihn darüber vor Vertragsschluss informiert hat. Die sogenannte "40 Euro Klausel" entfällt.

Schlagworte zum Thema:  Widerrufsrecht, Retouren, Rückabwicklung Kaufvertrag, E-Commerce, Versandhandel, Verbraucherschutz

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