13.10.2016 | E-Commerce

Diese Faktoren entscheiden über den Erfolg von Erklärvideos im Onlineshop

Je nach Produktionsweise halten sich die Kosten in Grenzen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Erklärvideos können die Conversion steigern, Retouren senken, die Kundenbindung erhöhen und damit zum Umsatzwachstum eines Onlineshops beitragen. Wie erfolgreich bewegte Bilder sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Internet World Messe gibt Tipps.

Studien belegen, dass Erklärvideos die Kaufbereitschaft steigern können. Einer Studie der E-Tailing Group zufolge finden 80 Prozent der Onlinenutzer solche Videos als durchaus hilfreich. Dafür müssen jedoch einige Faktoren berücksichtigt werden.

Produktkategorien sinnvoll auswählen. Nicht nur schwer erklärbare und komplexe Produkte wie zum Beispiel Zelte eignen sich gut, um dem Kunden Nutzung und Besonderheiten mithilfe eines Erklärvideos näher zu bringen. Auch Sortimente wie Bekleidung und Schuhe können von eingebundenen Filmen profitieren. Studien zufolge finden es Verbraucher vor allem in diesen beiden Produktbereichen wichtig, hochwertigen Visual Content in Form von Bewegtbildern anzubieten. Für schnelldrehende, niedrigpreisige Produkte dagegen lohnt sich die Bereitstellung von Erklärvideos weniger. 

Auf die Platzierung kommt es an. Die meisten User sehen Produktvideos am liebsten auf der Produktdetailseite. Übergeordnete Videos hingegen, die das Unternehmen vorstellen oder besondere Alleinstellungsmerkmale verdeutlichen sollen, werden am besten auf der Homepage des Shops platziert.

Erklärvideos: Länge und Einsatzgebiet müssen stimmen

Der Zweck bestimmt die Länge. Wie lang ein Video sein sollte, ist Ansichtssache. Eins ist jedoch klar: In der Kürze liegt die Würze! Bei übergeordneten Videos auf der Homepage sind 30 Sekunden bis drei Minuten Länge akzeptabel. Wichtig ist, im Nachgang die Abbruchrate im Auge zu behalten und gegebenenfalls nachzubessern. Produktvideos dürfen wesentlich länger sein – je nachdem wie erklärungsbedürftig das Produkt ist. Die Faustregel für Videos, die Hilfestellung bei komplizierten Prozessen bieten, lautet rund 70 Sekunden. Je nachdem, auf welcher Plattform das Video zusätzlich noch gezeigt werden soll, ergeben sich weitere Empfehlungen: Bei Facebook entscheidet beispielsweise der User in den ersten drei Sekunden, ob er den Film ansehen will oder nicht – die relevanten Infos sollten dort also gleich am Anfang stehen.

Videos auf Youtube und Facebook einstellen. Es ist gut, Erklärvideos auch auf Social-Media-Plattformen wie Facebook oder youtube einzustellen und dann auf die eigene Website zu verlinken. Damit die Videos gefunden werden, sollte man eine detaillierte Keyword-Analyse mit Monitoring und professionellem Video-SEO durchführen. Für das Suchmaschinen-Ranking zahlt sich das gleich zweifach aus, denn zum einen steigert interessanter Content die Verweildauer der Kunden im eigenen Shop, zum anderen verhelfen gezielte Video-SEO-Maßnahmen zu mehr Sichtbarkeit bei Google & Co.

Das Einsatzgebiet bestimmt das Design. So unterschiedlich die Einsatzgebiete sind, so verschieden sind auch die Möglichkeiten, ein Erklärvideo zu erstellen. Bereits ab circa 2.000 Euro zu haben sind sogenannte Lege- oder Scribble Videos, die meist einfache Zeichnungen darstellen und in Schwarz-Weiß gehalten sind. Wer allerdings einen hohen Wiederkennungswert haben will und das eigene Corporate Design berücksichtigt sehen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen: Rund 3.500 bis 20.000 Euro kosten Videos, die auf den Kunden zugeschnitten sind.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Bewegtbild, Kundenbindung, Online-Marketing

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