29.10.2013 | Call-Center

Keine Sonntagsarbeit mehr in Hessen

Agents dürfen in Hessen nicht mehr generell sonntags und feiertags arbeiten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat Ausnahmeregelungen für Sonntagsarbeit in Call-Centern gekippt. Damit können Agents in Call-Centern nicht mehr regelmäßig für Sonntags- und Feiertagsarbeit herangezogen werden.

Der BGH begründete sein Urteil mit dem Fehlen einer ausreichenden Verordnungsermächtigung durch den zuständigen Bundesgesetzgeber im Arbeitszeitgesetz vom 6. Juni 1994. Das Gesetz lasse so tiefgreifende Eingriffe ins Arbeitsrecht durch die Exekutive nicht zu. Die hessische Landesregierung hatte im Jahr 2001 per sogenannter Bedarfsgewerbeverordnung die die Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonn- und Feiertagen ganzjährig für jeweils bis zu acht Stunden zugelassen. Die Verordnung bezog sich vor allem auf Mitarbeiter im Kundenservice in Call-Centern. Betroffen sind unter anderem auch Videotheken, Bibliotheken und Brauereien. Geklagt hatten die Gewerkschaft Verdi und zwei Dekanate der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. (Az.:  8 C 1776/12.N)

Schlagworte zum Thema:  Call-Center, Sonntagsarbeit, Kundenservice, Verwaltungsgericht

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