02.02.2016 | Wettbewerbsrecht

Bundeskartellamt bestraft Lego für vertikale Preisbindung

Lego hat mit Preisvorgaben an Händler gegen geltendes Recht verstoßen. Folge: Ein Bußgeld von 130.000 Euro.
Bild: Michael Bamberger

Das Bundeskartellamt hat gegen Lego ein Bußgeld in Höhe von 130.000 Euro verhängt. Grund: Das Unternehmen hatte Händlern den Preis vorgeschrieben (vertikale Preisbindung). Das ist verboten.

Lego hatte Händler in Nord- und Ostdeutschland aufgefordert, ihre Verkaufspreise für ausgewählte sogenannte Highlightartikel anzuheben. Lego-Vertriebsmitarbeiter hatten die Produkte und die Händler in immer aktualisierten Listen festgehalten und den betroffenen mit eingeschränkter Lieferung gedroht, falls sie die vom Unternehmen festgesetzten Verkaufspreise nicht ausweisen sollten.

Bundeskartellamt honoriert Kooperationsbereitschaft

Deswegen hatte das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen Lego eingeleitet. Weil das Unternehmen bei der Aufarbeitung der Fälle aus den Jahren 2012 und 2013 kooperiert hat, fiel das Bußgeld laut Kartellamts-Chef Andreas Mundt nicht so hoch aus, wie es möglich gewesen wäre.

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Schlagworte zum Thema:  Wettbewerbsrecht, Preisbindung, Bundeskartellamt

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