10.04.2012 | Recht

Blog klärt über Urheberrechte beim Zitieren von Rezensionen auf

Der Buchverlag Libri rät Verlagen und Autoren, in Artikelbeschreibungen auf das Zitieren von Rezensionen zu verzichten und begründet dies mit möglichen Urheberrechtsverletzungen. Die Rechtsanwaltskanzlei Schwenke & Dramburg erklärt die rechtliche Lage im Blog spreerecht.de und gibt Entwarnung.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Süddeutsche Zeitung waren gegen die Veröffentlichungen von eigenen Rezensionen auf dem Portal perlentaucher.de rechtlich vorgegangen. Die Zeitungen befürchteten, durch die Zusammenfassung ihrer Inhalte Leser an das Portal zu verlieren. Tatsächlich ist das Veröffentlichen von Auszügen aus Buch-, Film-, Musikrezensionen oder Produkttests zu Werbezwecken jedoch seit Jahrzehnten üblich. Die beiden Rechtsanwälte Thomas Schwenke und Sebastian Dramburg befassen sich in ihrem Blog spreerecht.de mit den rechtlichen Hintergründen in diesem Fall. Demnach handele es sich bei den Zusammenfassungen der Rezensionen, wie sie auf perlentaucher.de zu finden waren, nicht um eine klassische Werbemaßnahme. Das Vorgehen der Verlage gegen das Portal sei aus diesem Grund nachvollziehbar. Gehe es jedoch beim Aufgreifen einer Rezension in erster Linie um die Bekanntmachung eines Buches, liege keine Verletzung der Urheberrechte vor. Über die genauen rechtlichen Hintergründe in diesem aktuellen Fall und worauf beim Zitieren geachtet werden sollte, informiert der Blog spreerecht.de ausführlich. (sas)

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