21.08.2012 | Top-Thema BDSG-Novelle: Was Sie beachten müssen

Worum es geht

Kapitel
Kunden müssen prinzipiell ihre Einwilligung in die Datennutzung geben.
Bild: Stockdisc

Unternehmen, die noch vor dem 1.9.2009 erhobene Kundendaten verwenden, sollten überprüfen, ob ihre Datenbestände den neuen Regelungen entsprechen. Denn grundsätzlich gilt nun ein Einwilligungsvorbehalt, auch bei Mailings.

Die neuen Regeln bringen Einschränkungen für Mailing-Werbung mit sich. Verbraucher müssen prinzipiell ihre Einwilligung in die Nutzung ihrer Daten zu Werbezwecken geben. Bisher mussten sie sich ausdrücklich gegen eine solche Verwendung aussprechen. Die Einwilligungserklärung muss drucktechnisch deutlich gestaltet sein (etwa durch Schriftgröße, Schrifttypus, Formatierung oder Rahmen), ein aktives Ankreuzen ist aber nicht erforderlich. Wenn die Einwilligung mündlich erteilt wurde, muss sie in der Regel schriftlich bestätigt werden. Diese Einwilligungsregelung bietet den Kunden die Möglichkeit, der Weitergabe und Nutzung ihrer Daten wirksam zu widersprechen.

Trotz des generellen Wechsels hin zu einem grundsätzlichen Einwilligungsvorbehalt, ist insbesondere bei transparenter Herkunftsangabe eine Verwendung von Adressen bei der Neukundenwerbung zulässig, solange der Beworbene dem nicht widerspricht. Das heißt: Der Gesetzgeber lässt diverse Ausnahmen zu.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Mailing, Adressmanagement, Database, Direktmarketing

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