21.08.2012 | Top-Thema BDSG-Novelle: Was Sie beachten müssen

Weitere Ausnahmen und Bußgelder

Kapitel
Die Bußgelder für BDSG-Verstöße wurden erhöht.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Für die Ansprache von Bestandskunden, für den B2B-Bereich sowie für steuerbegünstigte Organisationen und Marktforscher gelten teilweise ebenfalls neue Regelungen. Außerdem finden Sie hier alle Infos über die neuen Bußgeldbestimmungen.

Eigene Angebote dürfen gegenüber Bestandskunden beworben werden. Dies gilt auch gegenüber Personen, die sich für diese Angebote in der Vergangenheit aktiv interessiert haben. Zu den Daten dürfen weitere hinzugespeichert werden. Ansonsten gelten die neuen Regeln auch für Bestandskunden. Entsprechend sind ab dem 1. September auch hier Einwilligungen erforderlich.

Die Werbung zwischen Unternehmen bleibt erlaubt. Hierfür dürfen auch die Namen der Ansprechpartner in den Unternehmen verwendet werden, um diese direkt anschreiben zu können.

Steuerbegünstigte Organisationen dürfen weiterhin für Spenden werben. Dies gilt auch für die Spendenwerbung durch Parteien. Die Zulässigkeit der Verwendung von personenbezogenen Daten für Markt- und Meinungsforschung richtet sich weiterhin nach einer Abwägung der Interessen. Die Daten dürfen aber nur für das Forschungsvorhaben verwendet werden, für das sie erhoben wurden. Ansonsten sind sie für die weitere Verwendung zu anonymisieren.

Für die neuen Vorschriften wurden entsprechende Bußgeldtatbestände eingefügt. Die Geldbußen erhöhen sich auf 50.000 Euro (vorher 25.000 Euro) für formelle Verstöße (Abs. 1) und auf 300.000 Euro (vorher 250.000 Euro) für materiellrechtliche Verstöße (Abs. 2). Mit der Geldbuße soll der wirtschaftliche Vorteil der Täter eingezogen werden. Zu diesem Zweck können die Beträge auch überschritten werden.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Mailing, Adressmanagement, Database, Direktmarketing

Aktuell

Meistgelesen