21.08.2012 | Top-Thema BDSG-Novelle: Was Sie beachten müssen

Listenprivileg bleibt grundsätzlich erhalten

Kapitel
Unter bestimmten Bedingungen können Adressdaten weiterhin erworben oder gemietet werden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die wichtigste Ausnahme ist das Listenprivileg. Dieses bleibt erhalten. Unter solchen listenmäßig zusammengefassten Daten versteht das Gesetz Daten, die sich auf die Zugehörigkeit des Kunden zu einer Personengruppe beziehen und Daten zu seiner Berufs-, Branchen- oder Geschäftsbezeichnung, seinen Namen, Titel, akademischen Grad, seine Anschrift und sein Geburtsjahr umfassen.

Der Empfänger von Mailings muss demnach nicht in die Weitergabe seiner Daten einwilligen, wenn er die ursprüngliche Quelle seiner Daten konkret erkennen kann, diese muss ausdrücklich genannt werden. Adressen können also weiterhin von Adressdienstleistern oder anderen Unternehmen erworben oder gemietet werden. Die Weitergabe bzw. der Empfang der Listen muss von den beiden verantwortlichen Stellen zwei Jahre lang gespeichert werden, um den Betroffenen hierüber nachträglich Auskunft geben zu können. Das Gesetz enthält keine Beschränkung der Nutzung der Daten für eigene Angebote.

Daten aus allgemein zugänglichen Adress-, Rufnummern-, Branchen- oder vergleichbaren Verzeichnissen dürfen weiterhin zur Bewerbung eigener Angebote verwendet werden. Unternehmen dürfen die Daten anreichern, indem sie weitere Daten hinzuspeichern. Wer sich selbst seine Daten aus Verzeichnissen zusammensucht, muss die Herkunft nicht angeben.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Mailing, Adressmanagement, Database, Direktmarketing

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